Krankenstand senken: Die wirksamsten Maßnahmen [Feb 24]

Krankenstand senken: Die wirksamsten Maßnahmen [Feb 24]

Ein zu hoher Krankenstand kann einzelne Teams geschäftsunfähig machen, Kundenbeziehungen zerstören und unzählige Bereiche Ihrer Geschäftsbilanz beeinträchtigen.

Und schon steht „Krankenstand senken“ ganz oben auf der Agenda der HR - oder sogar der gesamten Organisation.

Wie hoch liegt Ihr Unternehmen? 

Eine kurze Einordnung Ihrer Zahlen, bevor wir zu Lösungen kommen.
Je öfter Sie ja antworten, desto dringender Ihr Handlungsbedarf:

  • 🚨 Alarm: Ihr Krankenstand ist dauerhaft über Ihrem Branchendurchschnitt.
  • 🦥 Absentismus: Sie schätzen die Quote der „Krankmacher“ höher als normal.
  • ⏳️ Zeit: Hohe Fehlzeiten sind länger als 12 Monate ein Thema im Unternehmen.
  • 👥 Teams: Das Thema betrifft mehr als ein Team und/oder mehr als einen Geschäftsbereich.
  • 🏢 Organisation: Sie bekommen das Problem selbst nicht in den Griff oder sind unzureichend besetzt.
  • 💰 Geld: Die Krankenquote belastet das Unternehmen nachweislich finanziell.


Sie sind immer noch hier?
Dann haben Sie ein Krankenstand-Problem.

Doch es gibt Mittel dagegen.
Und erprobte Konzepte.


Inhalte:

  1. Das Phänomen Krankenstand in Deutschland
  2. Die Folgen von Absentismus
  3. Fehlzeitenmanagement: Die Basis der Lösung
  4. Krankenstand senken: 10 Tipps und Maßnahmen, wie Sie Absentismus kontrollieren
  5. FAQ zum Thema Krankenstand:
Wir senken den Krankenstand operativer Geschäftsbereiche. Kennzahlenbasiert.
  • eindeutiges Ziel
  • klares Konzept
  • ergebnisrelevante Maßnahmen
  • schnelle Umsetzung
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Mehr zum Fehlzeitenmanagement der Harbinger AG finden Sie hier.
Lieber persönlich? Unsere Mitarbeiter freuen sich auf Ihren Anruf: +49 (0) 211 88 250 - 455

Lassen Sie uns vorab eines festhalten:

Krankenstand in Deutschland ist eine Wissenschaft für sich.

Der Mix aus

  • bundesweit niedrigen Mitarbeiter-Engagement-Raten,
  • arbeitnehmerfreundlichen Regelungen,
  • niedrigen Hürden für Krankmeldungen und 
  • langer, arbeitgeberseitige Entgeltfortzahlung

ergeben ein deutsches Problem, das uns schätzungsweise 153 Milliarden Euro an Bruttowertschöpfung kostet.

Dabei gehören Krankheit, Verletzungen und Notfälle doch zum täglichen Leben, das betroffene Team reguliert sich selbst.

Die Kollegen des fehlenden Mitarbeiters sorgen dafür, dass alle Projekte normal weiterlaufen.

Krankheitsbedingte Ausfälle sind normal.

Absentismus aber ist nicht normal.

Das, laut Wörterbuch, gewohnheitsmäßige Fernbleiben vom Arbeitsplatz ist nicht nur nicht normal - es kostet Ihr Unternehmen ein Vermögen.
Dazu hat es wenig mit der Gesundheit des Mitarbeiters zu tun.

Viele Unternehmen verlieren dabei schnell die Geduld und die Hoffnung auf Besserung.
Tools wie der berühmt-berüchtigte Bradford Faktor werden als Allheilmittel eingeführt - aber oft ohne Schulung von Personal und Führungskräften.

Stehen Sie vor Fragen wie diesen?

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Willkommen in Deutschland.

Das Phänomen Krankenstand in Deutschland

Denn wir sind so etwas wie die Weltmeister im Krankenstand.

Leider in der Disziplin „Wie gestalten wir das Thema so arbeitnehmerfreundlich wie möglich?“

Aber der Reihe nach.

Definition von Krankenstand / Arbeitsunfähigkeit

Arbeitnehmer gelten als krank oder arbeitsunfähig, wenn sie ihre auszuübenden Tätigkeit aufgrund von Krankheit nicht mehr ausüben können oder bei Ausübung die Gefahr besteht, dass sich ihr Gesundheitszustand verschlimmert.

So wurde „Krankmachen“ zum Machtinstrument für Mitarbeiter

Hier kommt, wie überall auf der Welt, schnell die Lohnfortzahlung ins Spiel.

In Deutschland liegt die „magische Grenze“ bei 42 Tagen. Der Arbeitgeber zahlt also im Normalfall seinem kranken Mitarbeiter für bis zu 6 Wochen Ausfall den vollständigen Lohn.

Mit diesen und ähnlichen Regelungen gehören wir nicht nur zu den Top 5 arbeitnehmerfreundlichsten Ländern im europäischen Vergleich - international zahlen viele Länder lediglich für 5 bis maximal 10 Krankheitstage weiterhin Lohn.
Dazu kommt: Nach diesem kurzen Zeitraum übernimmt vielerorts keine gesetzliche Krankenkasse.

In vielen anderen Ländern gilt also krank = kein Geld.

Es geht an dieser Stelle nicht um Sinn oder Unsinn unserer oder der Herangehensweise anderer Länder.
Das Argument ist lediglich: In Deutschland erleben Arbeitnehmer kaum finanzielle Einbußen und kaum Konsequenzen.
Und schon wird der beschriebene Absentismus von oben zu Hebel und Machtinstrument für Mitarbeiter, die beim Fernbleiben ohne Krankheitsgrund keine moralischen Grenzen haben.

Und natürlich erfreuen sich Ratgeber für Krankfeiern großer Beliebtheit.
Schöne heile Welt...

Krankenstand Branchenvergleich / nach Industrie

In der obigen Grafik finden Sie den Krankenstand nach Branche und Industrie.
Als Quelle nutzen wir hier den Fehlzeiten-Report 2023 der AOK, als Krankenkasse mit den meisten Mitgliedern in Deutschland.

So wiesen die Industrien im Krankenstand Branchenvergleich 2023 folgende K-Quoten auf:

  • Banken und Versicherungen: 4,9 %
  • Baugewerbe: 6,5 %
  • Dienstleistungen: 5,4 %
  • Energie, Wasser, Entsorgung und Bergbau: 7,6 %
  • Erziehung und Unterricht: 6,7 %
  • Gesundheits- und Sozialwesen: 7,8 %
  • Handel: 6,6 %
  • Land- und Forstwirtschaft: 5,1 %
  • Metallindustrie: 7,2 %
  • Öffentliche Verwaltung / Sozialversicherung: 7,9 %
  • Verarbeitendes Gewerbe: 7,5 %
  • Verkehr und Transport: 7,1 %

Die Folgen von Absentismus

Das Fernbleiben ohne Krankheitsgrund hat neben den immensen internen Kosten zahlreiche weitere Folgen, wie:

  • Produktivitätsausfall,
  • schlechte Stimmung im Team,
  • untergrabene Führungsqualitäten,
  • steigende Fluktuation,
  • schwierige Nachbesetzung…

    um nur einige der fatalen Folgen von Absentismus zu nennen.
    Die Ursachen sind ebenso komplex.

Wie hoch ist der Anteil von Absentismus an Fehlzeiten in deutschen Unternehmen?

Die Wissenschaft geht davon aus, dass dieses planmäßige Fernbleiben (oder auch krankfeiern) zwischen 10 und 33 % aller Fehlzeiten in deutschen Unternehmen ausmacht.

Eine „kleine“ Zwischenrechnung: Absentismus ist oft 6 bis 7-stellig

Die durchschnittliche Ausfallzeit eines deutschen Arbeitnehmers kostet Unternehmen jährlich 3500 Euro Ausfall an Bruttowertschöpfung.

Legen wir in unserer Rechnung ein Unternehmen des Mittelstandes mit 400 Mitarbeitern zugrunde.

400 Mitarbeiter x 3500 Euro Ø Ausfall pro MA = 1.400.000 €

Für den Anteil des Absentismus an diesen 1,4 Mio. Ausfallkosten setzen wir konservativ 20 % an.

20 % Absentismus bedeuten also 280.000 € Ausfallkosten, verursacht durch die Unlust einzelner Beschäftigter zur Arbeit zu erscheinen.

Die flankierenden Kosten (Mehrarbeit für das Team, Verzögerungen in Projekten, Betriebsklima und Co.) überlassen wir Ihnen.

Bringen Sie Fehlzeiten stets in eine größere Kennzahlenmatrix, um sie im Zusammenhang beurteilen zu können.

Ihrem Gesundheitsmanagement und vor allem der ROI ihres BGM fügen solche Zahlen immensen Schaden zu.

Statistiken zu Absentismus

Laut der jährlichen Umfrage von CareerBuilder nimmt die Abwesenheit von Mitarbeitern sogar zu.

40 Prozent der befragten Arbeitnehmer gaben in einer Umfrage 2017 zu, in den letzten 12 Monaten „krankgefeiert“ zu haben, gegenüber 35 Prozent im Jahr 2016.

Fehlzeitenmanagement: Die Basis der Lösung

Jedes vernünftige Fehlzeitenmanagement startet mit der Analyse.

Bei der Harbinger AG betrachten wir dabei übergeordnete Marker (Schaubild unten) und betrachten dann über 70 verschiedene Metriken und Möglichkeiten.

Alle davon können Auslöser für einen zu hohen Krankenstand sein oder miteinander verknüpft sein.

Immer jedoch gilt:

Die Gründe für (zu) hohe Fehlzeiten sind individuell für jedes Unternehmen und die K-Quote am Ende nur das Symptom, nie Auslöser.

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Das Schaubild dient der beispielhaften Veranschaulichung.

Egal, ob Sie die Krankenquote Ihrer Beschäftigten selbst angehen möchten oder unsere Unterstützung benötigen - beides beginnt mit der richtigen Betrachtung Ihres Status quo.

Bevor Sie sich selbst an die Lösungen des Problems machen können, noch einige (unangenehme) Fragen:

  • Können Sie allgemeine Statistiken zu Krankenständen Ihres Unternehmens erheben? (Beispiel.: Durchschnittliche Fehlzeitenquote, 2020: 5,6 %, 2021: 5,4 %, 2022: 6,1 %)
  • Können Sie diese Statistiken auf Geschäftsbereiche, Teams und Mitarbeiter pro Führungskraft herunterbrechen?
  • Können Sie diese Statistiken mit vorliegenden Gesundheitsberichten der vertretenen Krankenkassen vergleichen und interpretieren?
    Einen Gesundheitsbericht können/sollten Sie bei jeder Krankenkasse anfordern, die mindestens 50 Beschäftigte Ihres Unternehmens versichert.
  • Sind Sie in der Lage, Fehlzeitenquoten unterschiedlicher Abteilungen/Teams auf verschiedene Verhaltensmuster und Auffälligkeiten untersuchen (Stichwort „Montag-Freitag-Erkrankungen“)
  • Haben Sie eine aktive Fehlzeiten-Policy (Richtlinien zum Umgang mit Krankheit) installiert, deren Umsetzung alle Teamleiter beherrschen?

Überprüfen Sie anhand dieser Fragen, wie breit Sie aufgestellt sind oder auch was Ihre personellen Ressourcen derzeit hergeben und was nicht.

Je mehr Fragen Sie mit nein beantworten, desto dringender ist der Handlungsbedarf.

Bejahen Sie hingegen die Fragen, haben Maßnahmen und Aktionen zur Krankenstandsenkung eingeführt und keine Besserung feststellen können?

Holen Sie sich externe Expertise ins Haus. 

Die richtigen Aktionen lohnen sich immer.
Der Return auf Ihr Investment im Fehlzeitenmanagement ist höher als in jedem anderen HR-Projekt.

Wir senken den Krankenstand operativer Geschäftsbereiche. Kennzahlenbasiert.
  • eindeutiges Ziel
  • klares Konzept
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Hohen Krankenstand senken: Tipps und interne Maßnahmen, wie Sie Absentismus kontrollieren

Starten wir in die 10 Top-Maßnahmen mit Bewertung Ihres Return on Investments.

Beachten Sie, dass dies lediglich die „low hanging fruits“ sind - Maßnahmen, die ohne genauere Analyse, allgemein geltend und aus unternehmenseigener Kraft einführbar sind.

Für ein Konzept, das individualisierte Maßnahmen für Ihr Unternehmen und Ihre Herausforderungen liefert, schauen Sie auf unserer Projektseite zum Thema vorbei.

1. Legen Sie Richtlinien für Krankmeldungen fest

Installieren Sie klare Richtlinien und Verfahren für Abwesenheit.

Die Mitarbeiter müssen wissen, an wen sie sich wenden müssen, wie Kontakt aufgenommen werden soll (z. B. ob SMS, E-Mail oder Anrufe angemessen sind) und wann eine Benachrichtigung über die Abwesenheit erfolgen muss (z. B. bis 9:30 Uhr am Tag der Abwesenheit).

Es sollte auch Klarheit hinsichtlich der Anforderungen für ärztliche Attests geben, genauso wie Methoden für den Umgang mit Absentismus (z.B. bei der Erkennung von Mustern, wie Montag- und Freitags-„Erkrankungen“).

Achten Sie auf Fairness und Beständigkeit dieser Policy. Wenn Sie möchten, dass die Menschen das System respektieren, muss es ihren Respekt verdienen. Dann funktioniert Fehlzeitenmanagement.

📉Senkungspotenzial: nach Einführung hoch, dann abfallend
🫰Kosten & Ressourcen: niedrig (interne Stunden- und Organisationskosten, ggfs. Personalsoftware-Update)
💰Return on Invest: hoch

2. Unterstützen Sie bei Krankheiten und Verletzungen

Bieten Sie interne Unterstützung für Mitarbeiter, die länger als zwei oder drei Tage fehlen. Senden Sie eine Karte des gesamten Teams. Rufen Sie an und fragen Sie, ob die Organisation etwas tun kann, um zu helfen. Lassen Sie die Person wissen, dass sie vermisst und geschätzt wird.

Die meisten Menschen fühlen sich umso verwundbarer, wenn sie krank sind. Ein freundliches Wort kann viel Gutes bewirken.

Denken Sie pragmatisch: Wahrscheinlich erhöht es auch den Wunsch der Person, zur Arbeit zurückzukehren. Die Motivation dieser Mitarbeiter liegt in Ihrer Hand.

📉Senkungspotenzial: präventiv & langfristig moderat
🫰Kosten & Ressourcen: HR-intern hoch (ggfs. über HR Business Partner abzubilden), teamübergreifend zeitintensiv und hoch
💰Return on Invest: moderat

3. Die richtige Führung senkt Krankenstand

Schalten Sie Vorgesetzte ein. Nehmen Sie Manager in die Pflicht, um die effektivsten Methoden zur Reduzierung der Fehlzeiten zu finden.

Helfen Sie ihnen zu verstehen, dass Empathie, Unterstützung und Vertrauen oft Wunder bewirken, was Absentismus angeht. Das Führungsverhalten jedes Teamleiters beeinflusst Ihre Krankenquote.
Hier geht es ausnahmsweise einmal nicht um KPIs und Mitarbeiterproduktivität, es geht um die Fähigkeit als People Manager zu glänzen.

📉 Senkungspotenzial: mittel- und langfristig sehr hoch
🫰Kosten & Ressourcen: hoch (meist externe Unterstützung. interne Begleitung durch HR & ggfs. personelle Veränderungen auf Führungsebene erforderlich)
💰Return on Invest: sehr hoch

4. Flexible Arbeitsmöglichkeiten wirken immer gegen Absentismus

Die Möglichkeit, von zu Hause oder von überall aus arbeiten zu dürfen, Vertrauensarbeitszeit und generell flexible Arbeitsregelung: All diese Benefits des modernen Personalmanagements helfen Mitarbeitern zum Beispiel dabei, sich besser selbst zu organisieren.

Sie haben deutlich mehr Zeit und Gelegenheit, ihr persönliches Leben zu strukturieren.

Zweifelsohne unterstützen diese Tatsachen dabei, die Arbeit positiver zu sehen und auch weniger „mal krankzufeiern“.

Studien haben zum Beispiel gezeigt, dass die Fehlzeiten während der Schulferien steigen, wenn die elterliche Verantwortung mit der Arbeitspflicht konkurriert. Wenn Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen in diesen Zeiträumen nach Bedarf von zu Hause aus arbeiten können, können sie ihre Kinder im Auge behalten und gleichzeitig sicherstellen, dass die Arbeit erledigt wird.

Sicher ist: Flexible, moderne Arbeitsmöglichkeit werden Ihren hohen Krankenstand senken und gehören in die Basis Ihres Fehlzeitenmanagements.

📉Senkungspotenzial: moderat
🫰Kosten & Ressourcen: moderat (interne Stunden für neue/überarbeitete Policies, Flexarbeitsplätze)
💰Return on Invest: moderat

5. Das Arbeitsumfeld ist die Basis allen Übels – oder eben nicht

Sorgen Sie für ein positives Arbeitsumfeld.

Absentismus steigt etwa deutlich in Teams, in denen Mitarbeiter Angst haben, zur Arbeit zu gehen. Arbeitsplätze, an denen Mitarbeiter angehört werden, die Arbeitsbelastung schaffbar und fair ist und die soziale Unterstützung gefördert wird, verzeichnen nahezu keinen Absentismus.

Aber welcher Arbeitsplatz kann das schon vollends von sich behaupten?

📉Senkungspotenzial: moderat
🫰Kosten & Ressourcen: hoch (z.B. über interne/externe psychische Gefährdungsbeurteilung oder ähnliche Instrumente)
💰Return on Invest: moderat

6. Sorgen Sie für 0 Fehlertoleranz bei Arbeitsplatzsicherheit

Bei Arbeitsplatzsicherheit gibt es keine zwei Meinungen: Alles andere als 0 Arbeitsunfälle und 100 %-ige Sicherheit ist kein akzeptables Ziel.
Ein oft utopisches Ziel, aber Gefahrenpunkte sind dauerhaft auf die Probe zu stellen und auszuschließen.

Arbeitnehmer, die Ihren Arbeitsplatz für nicht sicher halten, nehmen in der Regel mehr Krankheitstage in Anspruch.

Ein ehrlicher und unterstützender Umgang mit Fragen der Arbeitsplatzsicherheit ist die beste Option, wenn ihre Bedenken berechtigt sind.

Ist das nicht gewährleistet, setzen Sie Arbeitsplatzbegehungen ein, Mitarbeiterumfragen und verbessern Sie das Arbeitsumfeld jedes Arbeitsplatzes.

Ein Gefühl der (psychologischen) Sicherheit reduziert Absentismus und hohen Krankenstand.

📉Senkungspotenzial: hoch für Langzeiterkrankungen aus Arbeitsunfällen
🫰Kosten & Ressourcen: moderat (als Teil von Arbeitssicherheit, Risikobewertungen, etc. ohnehin einkalkuliert)
💰Return on Invest: moderat

7. Lösen Sie Team-Konflikte schnellstmöglich

Lassen Sie Konflikte am Arbeitsplatz nicht altern. Streits unter Kollegen, Mobbing und Konflikte zwischen Vorgesetzten und Mitarbeitern, schaden dem gesamten Unternehmen, wenn sie nicht schnell und effektiv gelöst werden.

Ungelöste Konflikte führen nicht nur zu kurzfristigen Abwesenheiten, sie fördern auch vor allem psychischen Stress, der nicht selten in Langzeiterkrankungen endet.

Wie teuer, kompliziert und langfristig diese Fälle sind, haben Sie in Ihrem Unternehmen sicher schon erfahren müssen.

Bewältigen Sie Konflikte aktiv und bieten Sie gegebenenfalls Mediation an. Bei psychischer Gesundheit sparen Sie immer am falschen Ende.

📉Senkungspotenzial: moderat in heterogenen Teams
🫰Kosten & Ressourcen: niedrig (aber dauerhafte Feedbackschleifen, Kulturaudits, Führungskräfteentwicklung nötig)
💰Return on Invest: moderat

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8. Wertschätzung wirkt Wunder

Gute Arbeit durch ständiges Feedback anzuerkennen, Pay-by-Performance Lösungen und eine generell starke Kommunikationskultur werden von jedem Beschäftigten geschätzt.

Mehr noch: Ihre Arbeitnehmer geben ihren Teil zurück, durch Leistungsbereitschaft und einen niedrigen Krankenstand.

Kein Mensch fühlt sich gerne unbeachtet, nicht geschätzt oder unfair behandelt. Lassen Sie Ihre Mitarbeiter wissen, wenn Sie gründlich gearbeitet haben – üben Sie konstruktive, beschreibende Kritik, wenn etwas nicht so gelaufen ist, wie es sollte.

Eine intakte Feedbackkultur hat immer positiven Einfluss auf den Krankenstand. Funktionierendes Fehlzeitenmanagement hat daher stets viel mit funktionierendem Feedback zu tun.

📉Senkungspotenzial: hoch, aber langfristig
🫰Kosten & Ressourcen: moderat (meist externe Kosten plus interne Stunden nötig, Cultural Change)
💰Return on Invest: sehr hoch

9. Schaffen Sie Urlaubssperren ab

Noch ein Modell der Vergangenheit: Urlaubssperren.

Ein Arzttermin für zwei Stunden, ein privater Termin innerhalb der Arbeitszeit und Co. – wie oft kommt es vor, dass ein Mitarbeiter pro Jahr solche Sonderzeiten in Anspruch nehmen möchte? Einmal, zweimal, dreimal?

Die Kalkulation dazu ergibt immer: Lassen Sie den Mitarbeiter machen.

Denn der Unmut darüber, sich für jede Stunde Gleitzeit oder freinehmen zu müssen, kommt Ihnen in der Endabrechnung deutlich teurer zu stehen.

Mitarbeiter, die Ihre Strukturen in dieser Hinsicht für zu steif halten, zahlen es häufig zurück, in dem Sie einfach Fernbleiben / krankfeiern, um eben die seltenen Termine wahrzunehmen.

Auch hier ist Vertrauensarbeitszeit die beste Lösung, um das Problem gar nicht erst entstehen zu lassen.

Behandeln Sie Ihre Mitarbeiter wie erwachsene Menschen, das wird Ihren Krankenstand senken.

📉Senkungspotenzial: moderat
🫰Kosten & Ressourcen: niedrig bis moderat (interne Stunden- und Organisationskosten, ggfs. technologische/personelle Anpassung bei Personalplanung nötig)
💰Return on Invest: moderat

10. Jedes System ist nur so gut, wie die Menschen, die es verantworten

Eher ein Fazit, als eine Maßnahme und doch immer gültig:

Jedes Fehlzeitenmanagement und -system ist nur so stark wie die Menschen, die es vertreten. 

Das zumindest ist aus unserer Erfahrung heraus für jedes Unternehmen einheitlich geltend.

Jedes Konzept, jede Kategorie und jede Maßnahme, die wir je unseren Auftraggebern empfohlen haben und empfehlen werden, ist nur dann erfolgreich, wenn sie unternehmensintern verantwortend aufgenommen und diszipliniert umgesetzt wird.

Lassen Sie Verstöße gegen Ihre Richtlinien und Fehlzeiten-Policy nicht zu.

Verteilen Sie Verantwortung auf viele Schultern und ziehen Sie Konsequenzen, wenn jemand seiner Verantwortung in diesen Maßnahmen nicht nachkommt.

Ihre Führungskräfte und Funktionskräfte sollten umfassend und fortlaufend geschult werden:

  • Was beinhalten die Richtlinien?
  • Welche Sonderfälle gibt es?
  • Welche Erfahrungen haben die anderen gemacht?
  • Muss die Fehlzeiten-Policy angepasst werden?

Sorgen Sie dafür, dass das System agil bleibt und nicht untergraben wird.

Die zahlreichen, weiteren genannten Maßnahmen sorgen dafür, dass es funktioniert. 

Eine Datenanalyse und Prüfung der Methoden sind aber nur möglich, wenn diese Methoden einem System unterliegt, das gepflegt wird.

📉Senkungspotenzial: sehr hoch
🫰Kosten & Ressourcen: moderat bis hoch (meist externe Unterstützung nötig, um verdeckte Hebel zu erkennen plus interne Stunden nötig)
💰Return on Invest: sehr hoch

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FAQ zum Thema Krankenstand

Lässt sich durch eine Gesundheitsprämie der Krankenstand senken?

Lassen Sie uns noch ein kurzes Wort zur oft diskutierten Gesundheitsprämie oder Anwesenheitsprämie verlieren.

Was ist eine Gesundheitsprämie?

Eine Gesundheitsprämie wird den Mitarbeitern in Form eines Bruttobetrags X ausgeschüttet, wenn Sie keine oder unterdurchschnittliche Fehlzeiten pro Geschäftsjahr aufweisen.

Gerne entfernt dieser „Präsenz-Benchmark“ das Unternehmen durch gefährliche Vorgesetzten-Zitate wie „O Tage Krankheit sind normal“ weiter von einem intakten Arbeitsumfeld.

Den Krankenstand durch eine Prämie zu reduzieren ist daher nicht nur trügerisch, sondern sogar kontraproduktiv.

Ihre Mitarbeiter versuchen nicht kranken zu werden, erscheinen womöglich krank zur Arbeit und stecken andere Kollegen an (Stichwort Präsentismus).

Die Beschäftigten, die wiederum „eigentlich nie krank sind“, sich aber nun doch den Grippevirus eingefangen haben, fühlen sich unfair behandelt. Die Stimmung kippt, der Präsentismus steigt, das Unternehmen verliert die Oberhand, die es sich mit einer Anwesenheitsprämie eigentlich sichern wollte.

Kurz gesagt:

Lassen Sie die Finger von solchen undurchdachten Prämien und konzentrieren Sie sich auf die genannten 10 Maßnahmen, um den Krankenstand zu senken und Ihre Unternehmenskultur zu stärken.

Wir haben einige Unternehmen Gesundheitsprämien einführen sehen, keines hat daraus einen eigenen Gewinn gezogen oder effektiv seinen Krankenstand dadurch langfristig reduzieren können.

Setzen Sie sich hier mit uns in Verbindung, um einen erprobten und nachhaltigen Weg einzuschlagen.

So stellen wir ein kennzahlenbasiertes Konzept auf, das messbare Maßnahmen liefert:

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Mehr zum Thema:


In diesem Artikel geht es um:

  • Hohen Krankenstand reduzieren
  • Krankenquote senken
  • Grundlagen für Unternehmen im Thema Fehlzeiten
  • Schaubilder zu Krankenstand
  • Ablauf und Aufbau zu Beratung beim Thema Krankenquote senken
  • Fehlzeitenmanagement
  • KPIs bei Fehlzeiten
  • Kosten von Fehlzeiten
  • Absentismus Statistiken
  • Visualisierung von Krankenstand, Fehlzeiten und Absentismus
  • Kennzahlen im betrieblichen Gesundheitsmanagement


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