📉 Krankenstand senken: 10 Maßnahmen mit hohem Return [2024]

📉 Krankenstand senken: 10 Maßnahmen mit hohem Return [2024]

Ein zu hoher Krankenstand schadet (oder zerstört) Kundenbeziehungen, beeintrÀchtigt unzÀhlige Bereiche Ihrer GeschÀftsbilanz. 

Ohne Gegenmaßnahmen kann er einzelne Teams geschĂ€ftsunfĂ€hig machen.

Über den Daumen und alle Industrien hinweg gilt die simple Gleichung:

Jedes 1 % Krankenstand = 1 Mio. Vollkosten jĂ€hrlich (bei 1.000 FTE UnternehmensgrĂ¶ĂŸe)

Und so steht  „Krankenstand senken“ auch im Jahr 2024 ganz oben auf der Agenda Ihrer HR, leitenden FĂŒhrungskrĂ€fte oder sogar des gesamten Unternehmens. 

Fehlzeitenmanagement wird zum SchlĂŒssel fĂŒr Fehlzeitensenkung.

Aber, wie hoch liegt Ihr Unternehmen?

Starten wir mit einer kurzen Einordnung Ihrer Zahlen, bevor wir zu Lösungen kommen.
Oder springen Sie direkt zu den 10 Maßnahmen mit hohem ROI.

Unsere Krankenstand-Benchmarks 2024 nach Branche zeigen Ihnen per Heat Map, ab welcher AU-Quote Sie welche Art von Maßnahmen einleiten oder externe UnterstĂŒtzung hinzuziehen sollten:

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Neben der reinen Krankenquote prĂŒfen Sie weiterhin, inwieweit folgende Aussagen auf Ihre Situation zutreffen.

Je öfter Sie ja antworten, desto dringender Ihr Handlungsbedarf:

  • Alarm: Ihr Krankenstand ist dauerhaft ĂŒber Ihrem Branchendurchschnitt.
  • Absentismus: Sie schĂ€tzen die Quote der „Krankmacher“ höher als normal.
  • Zeit: Hohe Fehlzeiten sind lĂ€nger als 12 Monate ein Thema im Unternehmen.
  • Teams: Das Thema betrifft mehr als ein Team und/oder mehr als einen GeschĂ€ftsbereich.
  • Organisation: Sie bekommen das Problem selbst nicht in den Griff oder sind unzureichend besetzt.
  • Geld: Die Krankenquote belastet das Unternehmen nachweislich finanziell.


Sie sind immer noch hier?
Dann haben Sie vermutlich ein Krankenstand-Problem.

Doch es gibt Mittel und Methoden dagegen.

Darum geht's hier:

  1. Das PhÀnomen Krankenstand in Deutschland verstehen
  2. Krankenstand senken: 10 Maßnahmen mit hohem Return
  3. Die Folgen von Fehlzeiten & Absentismus
  4. Fehlzeitenmanagement: Die Basis Ihrer Lösung
  5. FAQ zum Thema Krankenstand:

Ihr sicherster Weg zu weniger Fehlzeiten

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Senkt Ihre Krankenquote (Ø 16,1 %)
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Krankheit ist normal. Absentismus aber nicht.

Lassen Sie uns vorab eines festhalten...

Krankenstand in Deutschland ist eine Wissenschaft fĂŒr sich.

Der Mix aus

  • bundesweit niedrigen Mitarbeiter-Engagement-Raten,
  • arbeitnehmerfreundlichen Regelungen,
  • niedrigen HĂŒrden fĂŒr Krankmeldungen und 
  • langer, arbeitgeberseitige Entgeltfortzahlung

ergeben ein deutsches Problem, das uns schÀtzungsweise 153 Milliarden Euro an Bruttowertschöpfung kostet.

Dabei gehören Krankheit, Verletzungen und NotfÀlle doch zum tÀglichen Leben, das betroffene Team reguliert sich selbst.

Oder?

Die Kollegen des fehlenden Mitarbeiters sorgen dafĂŒr, dass alle Projekte normal weiterlaufen.

Krankheitsbedingte AusfÀlle sind normal.

Absentismus aber ist nicht normal.

Das, laut Wörterbuch, gewohnheitsmĂ€ĂŸige Fernbleiben vom Arbeitsplatz ist nicht nur nicht normal - es kostet Ihr Unternehmen ein Vermögen.
Dazu hat es wenig mit der Gesundheit des Mitarbeiters zu tun.

Viele Unternehmen verlieren dabei schnell die Geduld und die Hoffnung auf Besserung.
Tools wie der berĂŒhmt-berĂŒchtigte Bradford Faktor werden als Allheilmittel eingefĂŒhrt - aber oft ohne Schulung von Personal und FĂŒhrungskrĂ€ften.

Dabei spielt FĂŒhrungsverhalten eine wesentliche Rolle fĂŒr die AU-Quote.

Stehen Sie als auch vor Fragen wie diesen?

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Willkommen in Deutschland.

Das PhÀnomen Krankenstand in Deutschland

Denn wir sind so etwas wie die Weltmeister im Krankenstand.

Leider in der Disziplin „Wie gestalten wir das Thema so arbeitnehmerfreundlich wie möglich?“

Aber der Reihe nach.

Definition von Krankenstand / ArbeitsunfÀhigkeit

Arbeitnehmer gelten als krank oder arbeitsunfĂ€hig, wenn sie ihre auszuĂŒbenden TĂ€tigkeit aufgrund von Krankheit nicht mehr ausĂŒben können oder bei AusĂŒbung die Gefahr besteht, dass sich ihr Gesundheitszustand verschlimmert.

So wurde „Krankmachen“ zum Machtinstrument fĂŒr Mitarbeiter

Hier kommt, wie ĂŒberall auf der Welt, schnell die Lohnfortzahlung ins Spiel.

In Deutschland liegt die „magische Grenze“ bei 42 Tagen. Der Arbeitgeber zahlt also im Normalfall seinem kranken Mitarbeiter fĂŒr bis zu 6 Wochen Ausfall den vollstĂ€ndigen Lohn.

Mit diesen und Ă€hnlichen Regelungen gehören wir nicht nur zu den Top 5 arbeitnehmerfreundlichsten LĂ€ndern im europĂ€ischen Vergleich - international zahlen viele LĂ€nder lediglich fĂŒr 5 bis maximal 10 Krankheitstage weiterhin Lohn.
Dazu kommt: Nach diesem kurzen Zeitraum ĂŒbernimmt vielerorts keine gesetzliche Krankenkasse.

In vielen anderen LĂ€ndern gilt also krank = kein Geld.

Es geht an dieser Stelle nicht um Sinn oder Unsinn unserer oder der Herangehensweise anderer LĂ€nder.
Das Argument ist lediglich: In Deutschland erleben Arbeitnehmer kaum finanzielle Einbußen und kaum Konsequenzen.
Und schon wird der beschriebene Absentismus von oben zu Hebel und Machtinstrument fĂŒr Mitarbeiter, die beim Fernbleiben ohne Krankheitsgrund keine moralischen Grenzen haben.

Und natĂŒrlich erfreuen sich Ratgeber fĂŒr Krankfeiern großer Beliebtheit.
Schöne heile Welt...

Krankenstand Branchenvergleich / nach Industrie

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In der obigen Grafik finden Sie den Krankenstand nach Branche und Industrie.
Als Quelle nutzen wir hier den Fehlzeiten-Report 2023 der AOK, als Krankenkasse mit den meisten Mitgliedern in Deutschland.

So wiesen die Industrien im Krankenstand Branchenvergleich 2023 folgende K-Quoten auf:

  • Banken und Versicherungen: 4,9 %
  • Baugewerbe: 6,5 %
  • Dienstleistungen: 5,4 %
  • Energie, Wasser, Entsorgung und Bergbau: 7,6 %
  • Erziehung und Unterricht: 6,7 %
  • Gesundheits- und Sozialwesen: 7,8 %
  • Handel: 6,6 %
  • Land- und Forstwirtschaft: 5,1 %
  • Metallindustrie: 7,2 %
  • Öffentliche Verwaltung / Sozialversicherung: 7,9 %
  • Verarbeitendes Gewerbe: 7,5 %
  • Verkehr und Transport: 7,1 %

Hohen Krankenstand senken: Tipps und interne Maßnahmen, wie Sie Absentismus kontrollieren

Starten wir in die 10 Top-Maßnahmen mit Bewertung Ihres Return on Investments.

Beachten Sie, dass dies lediglich die „low hanging fruits“ sind - Maßnahmen, die ohne genauere Analyse, allgemein geltend und aus unternehmenseigener Kraft einfĂŒhrbar sind.

FĂŒr ein Konzept, das individualisierte Maßnahmen fĂŒr Ihr Unternehmen und Ihre Herausforderungen liefert, schauen Sie auf unserer Projektseite zum Thema vorbei.

1. Legen Sie Richtlinien fĂŒr Krankmeldungen fest

Installieren Sie klare Richtlinien und Verfahren fĂŒr Abwesenheit.

Ihre Mitarbeiter sollten wissen, 

  • an wen sie sich wenden, 
  • wie sie Kontakt aufgenommen werden soll (z. B. ob SMS, E-Mail oder Anrufe angemessen sind) und 
  • wann eine Benachrichtigung ĂŒber die Abwesenheit erfolgen muss (z. B. bis 9:30 Uhr am Tag der Abwesenheit).

Es sollte auch Klarheit hinsichtlich der Anforderungen fĂŒr Ă€rztliche Attests geben, genauso wie Methoden fĂŒr den Umgang mit Absentismus (z.B. bei der Erkennung von Mustern, wie Montag- und Freitags-„Erkrankungen“).

Achten Sie auf Fairness und BestÀndigkeit dieser Policy. 

Wenn Sie möchten, dass die Menschen das System respektieren, muss es ihren Respekt verdienen. 

Dann funktioniert Fehlzeitenmanagement.

📉Senkungspotenzial: nach EinfĂŒhrung hoch, dann abfallend
đŸ«°Kosten & Ressourcen: niedrig (interne Stunden- und Organisationskosten, ggfs. Personalsoftware-Update)
💰Return on Invest: hoch

2. UnterstĂŒtzen Sie bei Krankheiten und Verletzungen

Bieten Sie interne UnterstĂŒtzung fĂŒr Mitarbeiter, die lĂ€ngere Zeit fehlen. 

Senden Sie etwa eine Grußbotschaft des gesamten Teams. 

FĂŒhrungs- oder FunktionskrĂ€fte können den Betroffenen anrufen und fragen, ob die Organisation etwas tun kann, um zu helfen. 

Lassen Sie die Person wissen, dass sie vermisst und geschÀtzt wird.

Die meisten Menschen fĂŒhlen sich umso verwundbarer, wenn sie krank sind. Ein freundliches Wort kann viel Gutes bewirken.

Denken Sie pragmatisch: 

Wahrscheinlich erhöht es auch den Wunsch der Person, zur Arbeit zurĂŒckzukehren.
Die Motivation dieser Mitarbeiter liegt in der Hand des Teams - und der FĂŒhrungskraft.

📉Senkungspotenzial: prĂ€ventiv & langfristig moderat
đŸ«°Kosten & Ressourcen: HR-intern hoch (ggfs. ĂŒber HR Business Partner abzubilden), teamĂŒbergreifend zeitintensiv und hoch
💰Return on Invest: moderat

3. Die richtige FĂŒhrung senkt Krankenstand

Schalten Sie Vorgesetzte ein. 

Nehmen Sie Manager in die Pflicht, um die effektivsten Methoden zur Reduzierung der Fehlzeiten zu finden.

Helfen Sie ihnen zu verstehen, dass Empathie, UnterstĂŒtzung und Vertrauen aktiv Absentismus (Fernbleiben ohne Krankheitsgrund) senken. 

Das FĂŒhrungsverhalten jedes Teamleiters beeinflusst die Krankenquote.

Hier geht es ausnahmsweise einmal nicht um KPIs und MitarbeiterproduktivitÀt, es geht um die FÀhigkeit als People Manager zu glÀnzen.

📉 Senkungspotenzial: mittel- und langfristig sehr hoch
đŸ«°Kosten & Ressourcen: hoch (meist externe UnterstĂŒtzung. interne Begleitung durch HR & ggfs. personelle VerĂ€nderungen auf FĂŒhrungsebene erforderlich)
💰Return on Invest: sehr hoch

4. Flexible Arbeitsmöglichkeiten wirken immer gegen Absentismus

Benefits des modernen Personalmanagements helfen Mitarbeitern zum Beispiel dabei, sich besser selbst zu organisieren. Denken Sie an:

  • Die Möglichkeit, von zu Hause arbeiten zu dĂŒrfen, 
  • Vertrauensarbeitszeit oder 
  • flexiblere Arbeits- und Schichtregelungen.

Ihre Mitarbeiter haben mit jedem StĂŒck FlexibilitĂ€t selbst mehr Zeit und Gelegenheit, ihr persönliches Leben zu strukturieren.
Dieser Freiheitsgrad wirkt sich immer positiv auf den Krankenstand aus.

Auch unterstĂŒtzen diese Tatsachen dabei, die eigene Arbeit positiver zu sehen und erhöhen die moralische HĂŒrde „mal krankzufeiern“.

Studien haben gezeigt, dass Fehlzeiten wÀhrend der Schulferien steigen, wenn die elterliche Verantwortung mit der Arbeitspflicht konkurriert. 

RÀumen Sie Ihren Leuten in diesen ZeitrÀumen mehr FlexibilitÀt ein, unter der PrÀmisse, dass die Arbeit erledigt wird.

NatĂŒrlich ist das in einer Produktion nur bedingt möglich.

Falls Sie aber per Fehlzeitenanalyse den Anstieg der Fehlzeitenquote wÀhrend der Schulferien feststellen, besprechen Sie genau diesen Trend mit ihren Mitarbeitern. 

Suchen Sie in diesem Fall zusammen nach Lösungen und definieren Konsequenzen, wenn sich die Lage im Anschluss nicht bessert.

Sicher ist: Flexible, moderne Arbeitsmöglichkeit werden Ihren hohen Krankenstand senken und gehören zur Basis jedes Fehlzeitenmanagements.

📉Senkungspotenzial: moderat
đŸ«°Kosten & Ressourcen: moderat (interne Stunden fĂŒr neue/ĂŒberarbeitete Policies, FlexarbeitsplĂ€tze)
💰Return on Invest: moderat

5. Das Arbeitsumfeld ist die Basis allen Übels – oder eben nicht

Sorgen Sie fĂŒr ein positives Arbeitsumfeld.

Absentismus steigt deutlich in Teams, in denen Mitarbeiter Angst haben, zur Arbeit zu gehen. 

ArbeitsplÀtze, an denen 

  • Mitarbeiter angehört werden, 
  • die Arbeitsbelastung schaffbar und fair ist 
  • und die soziale UnterstĂŒtzung gefördert wird, 

verzeichnen nahezu keinen Absentismus.

Aber welcher Arbeitsplatz kann das schon vollends von sich behaupten?

Sorgen Sie fĂŒr das bestmögliche Umfeld.

📉Senkungspotenzial: moderat
đŸ«°Kosten & Ressourcen: hoch (z.B. ĂŒber interne/externe psychische GefĂ€hrdungsbeurteilung oder Ă€hnliche Instrumente)
💰Return on Invest: moderat

6. Sorgen Sie fĂŒr 0 Fehlertoleranz bei Arbeitsplatzsicherheit

Bei Arbeitsplatzsicherheit gibt es keine zwei Meinungen: Alles andere als 0 ArbeitsunfÀlle und 100 %-ige Sicherheit ist kein akzeptables Ziel.

Zugegeben, es ist oft ein utopisches Ziel.
Gefahrenpunkte sind trotzdem dauerhaft auf die Probe zu stellen und auszuschließen - und das sichtbar fĂŒr Ihre BeschĂ€ftigten.

Arbeitnehmer, die Ihren Arbeitsplatz fĂŒr nicht sicher halten, nehmen statistisch mehr Krankheitstage in Anspruch.

Ein ehrlicher und unterstĂŒtzender Umgang mit Fragen der Arbeitsplatzsicherheit ist die beste Option, wenn ihre Bedenken berechtigt sind.

Ist das nicht gewĂ€hrleistet, setzen Sie Arbeitsplatzbegehungen ein, fĂŒhren Mitarbeiterumfragen durch und verbessern Sie das Arbeitsumfeld jedes Arbeitsplatzes.

Ein GefĂŒhl der (psychologischen) Sicherheit reduziert Absentismus und hohen Krankenstand.

📉Senkungspotenzial: hoch fĂŒr Langzeiterkrankungen aus ArbeitsunfĂ€llen
đŸ«°Kosten & Ressourcen: moderat (als Teil von Arbeitssicherheit, Risikobewertungen, etc. ohnehin einkalkuliert)
💰Return on Invest: moderat

7. Lösen Sie Team-Konflikte schnellstmöglich

Lassen Sie Konflikte am Arbeitsplatz nicht altern. 

Streits unter Kollegen, Mobbing und Konflikte zwischen Vorgesetzten und Mitarbeitern schaden dem gesamten Unternehmen, falls sie nicht schnell und effektiv gelöst werden.

Ungelöste Konflikte fĂŒhren nicht nur zu kurzfristigen Abwesenheiten, sie fördern auch vor allem psychischen Stress, der nicht selten in Langzeiterkrankungen endet.

Wie teuer, kompliziert und langfristig diese FĂ€lle sind, haben Sie in Ihrem Unternehmen sicher schon erfahren.

Begegnen Sie Konflikten aktiv und bieten Sie gegebenenfalls Mediation an. 

Bei psychischer Gesundheit sparen Sie andernfalls immer am falschen Ende.

📉Senkungspotenzial: moderat in heterogenen Teams
đŸ«°Kosten & Ressourcen: niedrig (aber dauerhafte Feedbackschleifen, Kulturaudits, FĂŒhrungskrĂ€fteentwicklung nötig)
💰Return on Invest: moderat

Ihr sicherster Weg zu weniger Fehlzeiten.
Ø 20 % Reduzierung nach 12 Monaten durch Beratung vom MarktfĂŒhrer.
  • klares Konzept
  • kennzahlenbasiert
  • Branchen-individuell
  • schnelle Umsetzung
  • Maßnahmen mit ROI-Bezug
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8. WertschÀtzung wirkt Wunder

Gute Arbeit durch stÀndiges Feedback anzuerkennen, Pay-by-Performance Lösungen und eine generell starke Kommunikationskultur werden von jedem BeschÀftigten geschÀtzt.

Mehr noch: Ihre Arbeitnehmer geben ihren Teil zurĂŒck, durch Leistungsbereitschaft und einen niedrigen Krankenstand.

Kein Mensch fĂŒhlt sich gerne unbeachtet, nicht geschĂ€tzt oder unfair behandelt. 

Lassen Sie Ihre Mitarbeiter wissen, wenn Sie grĂŒndlich gearbeitet haben – ĂŒben Sie konstruktive, beschreibende Kritik, wenn etwas nicht so gelaufen ist, wie es sollte.

Eine intakte Feedbackkultur hat immer positiven Einfluss auf den Krankenstand. 

Funktionierendes Fehlzeitenmanagement hat daher stets mit funktionierendem Feedback zu tun.

📉Senkungspotenzial: hoch, aber langfristig
đŸ«°Kosten & Ressourcen: moderat (meist externe Kosten plus interne Stunden nötig, Cultural Change)
💰Return on Invest: sehr hoch

9. Schaffen Sie Urlaubssperren ab

Noch ein Modell der Vergangenheit: Urlaubssperren.

Ein Arzttermin fĂŒr zwei Stunden, ein privater Termin innerhalb der Arbeitszeit und Co. – wie oft kommt es vor, dass ein Mitarbeiter pro Jahr solche Sonderzeiten in Anspruch nehmen möchte?
Einmal, zweimal, dreimal?

Die Kalkulation dazu ergibt immer: Lassen Sie den Mitarbeiter machen.

Denn der Unmut darĂŒber, sich fĂŒr jede Stunde Gleitzeit oder freinehmen zu mĂŒssen, kommt Ihnen in der Endabrechnung deutlich teurer zu stehen.

Mitarbeiter, die Ihre Strukturen in dieser Hinsicht fĂŒr zu steif halten, zahlen es hĂ€ufig zurĂŒck.
Beim nÀchsten Mal bleiben sie der Arbeit einfach fernbleiben - feiern als krank, um eben die seltenen Termine wahrzunehmen.

Behandeln Sie Ihre Mitarbeiter wie erwachsene Menschen, das wird Ihren Krankenstand senken.

📉Senkungspotenzial: moderat
đŸ«°Kosten & Ressourcen: niedrig bis moderat (interne Stunden- und Organisationskosten, ggfs. technologische/personelle Anpassung bei Personalplanung nötig)
💰Return on Invest: moderat

10. Jedes System ist nur so gut, wie die Menschen, die es verantworten

Eher ein Fazit, als eine Maßnahme und doch immer gĂŒltig:

Jedes Fehlzeitenmanagement und -system ist nur so stark wie die Menschen, die es vertreten. 

Das zumindest ist aus unserer Erfahrung heraus fĂŒr jedes Unternehmen und einheitlich geltend.

Jedes Konzept, jede Policy und jede Maßnahme, die wir je unseren Auftraggebern empfohlen haben und empfehlen werden, ist dann erfolgreich, wenn sie unternehmensintern verantwortend aufgenommen und diszipliniert umgesetzt wird.

Lassen Sie VerstĂ¶ĂŸe gegen Ihre Richtlinien und Fehlzeiten-Policy nicht zu.

Verteilen Sie Verantwortung auf viele Schultern und ziehen Sie Konsequenzen, wenn jemand seiner Verantwortung in diesen Maßnahmen nicht nachkommt.

Ihre FĂŒhrungskrĂ€fte und FunktionskrĂ€fte sollten umfassend und fortlaufend geschult werden:

  • Was beinhalten die Richtlinien?
  • Welche SonderfĂ€lle gibt es?
  • Welche Erfahrungen haben die anderen gemacht?
  • Muss die Fehlzeiten-Policy angepasst werden?

Sorgen Sie dafĂŒr, dass das System agil bleibt und nicht untergraben wird.

Die zahlreichen, weiteren genannten Maßnahmen sorgen dafĂŒr, dass es funktioniert. 

Eine Datenanalyse und PrĂŒfung der Methoden sind aber nur möglich, wenn diese Methoden einem System unterliegt, das gepflegt wird.

📉Senkungspotenzial: sehr hoch
đŸ«°Kosten & Ressourcen: moderat bis hoch (meist externe UnterstĂŒtzung nötig, um verdeckte Hebel zu erkennen plus interne Stunden nötig)
💰Return on Invest: sehr hoch

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Die Folgen von Absentismus

Das Fernbleiben ohne Krankheitsgrund hat neben den immensen internen Kosten zahlreiche weitere Folgen, wie:

  • ProduktivitĂ€tsausfall,
  • schlechte Stimmung im Team,
  • untergrabene FĂŒhrungsqualitĂ€ten,
  • steigende Fluktuation,
  • schwierige Nachbesetzung


    um nur einige der fatalen Folgen von Absentismus zu nennen.
    Die Ursachen sind ebenso komplex.

Wie hoch ist der Anteil von Absentismus an Fehlzeiten in deutschen Unternehmen?

Die Wissenschaft geht davon aus, dass dieses planmĂ€ĂŸige Fernbleiben (oder auch krankfeiern) zwischen 10 und 33 % aller Fehlzeiten in deutschen Unternehmen ausmacht.

Eine „kleine“ Zwischenrechnung: Absentismus ist oft 6 bis 7-stellig

Die durchschnittliche Ausfallzeit eines deutschen Arbeitnehmers kostet Unternehmen jÀhrlich 3500 Euro Ausfall an Bruttowertschöpfung.

Legen wir in unserer Rechnung ein Unternehmen des Mittelstandes mit 400 Mitarbeitern zugrunde.

400 Mitarbeiter x 3500 Euro Ø Ausfall pro MA = 1.400.000 €

FĂŒr den Anteil des Absentismus an diesen 1,4 Mio. Ausfallkosten setzen wir konservativ 20 % an.

20 % Absentismus bedeuten also 280.000 € Ausfallkosten, verursacht durch die Unlust einzelner BeschĂ€ftigter zur Arbeit zu erscheinen.

Die flankierenden Kosten (Mehrarbeit fĂŒr das Team, Verzögerungen in Projekten, Betriebsklima und Co.) ĂŒberlassen wir Ihnen.

Bringen Sie Fehlzeiten stets in eine grĂ¶ĂŸere Kennzahlenmatrix, um sie im Zusammenhang beurteilen zu können.

Ihrem Gesundheitsmanagement und vor allem der ROI ihres BGM fĂŒgen solche Zahlen immensen Schaden zu.

Statistiken zu Absentismus

Laut der jÀhrlichen Umfrage von CareerBuilder nimmt die Abwesenheit von Mitarbeitern sogar zu.

40 Prozent der befragten Arbeitnehmer gaben in einer Umfrage 2017 zu, in den letzten 12 Monaten „krankgefeiert“ zu haben, gegenĂŒber 35 Prozent im Jahr 2016.

Fehlzeitenmanagement: Die Basis der Lösung

Jedes vernĂŒnftige Fehlzeitenmanagement startet mit der Analyse der wichtigen Krankenstand-Kennzahlen.

Bei der Harbinger AG betrachten wir dabei ĂŒbergeordnete Marker (Schaubild unten) und betrachten dann ĂŒber 70 verschiedene Metriken und Möglichkeiten.

Alle davon können Auslöser fĂŒr einen zu hohen Krankenstand sein oder miteinander verknĂŒpft sein.

Immer jedoch gilt:

Die GrĂŒnde fĂŒr (zu) hohe Fehlzeiten sind individuell fĂŒr jedes Unternehmen und die K-Quote am Ende nur das Symptom, nie Auslöser.

Krankenquote senken Krankenstand reduzieren Fehlzeiten Beratung Kennzahlen KPIs Schaubild page 0001

Das Schaubild dient der beispielhaften Veranschaulichung.

Egal, ob Sie die Krankenquote Ihrer BeschĂ€ftigten selbst angehen möchten oder unsere UnterstĂŒtzung benötigen - beides beginnt mit der richtigen Betrachtung Ihres Status quo.

Bevor Sie sich selbst an die Lösungen des Problems machen können, noch einige (unangenehme) Fragen:

  • Können Sie allgemeine Statistiken zu KrankenstĂ€nden Ihres Unternehmens erheben? (Beispiel.: Durchschnittliche Fehlzeitenquote, 2020: 5,6 %, 2021: 5,4 %, 2022: 6,1 %)
  • Können Sie diese Statistiken auf GeschĂ€ftsbereiche, Teams und Mitarbeiter pro FĂŒhrungskraft herunterbrechen?
  • Können Sie diese Statistiken mit vorliegenden Gesundheitsberichten der vertretenen Krankenkassen vergleichen und interpretieren?
    Einen Gesundheitsbericht können/sollten Sie bei jeder Krankenkasse anfordern, die mindestens 50 BeschÀftigte Ihres Unternehmens versichert.
  • Sind Sie in der Lage, Fehlzeitenquoten unterschiedlicher Abteilungen/Teams auf verschiedene Verhaltensmuster und AuffĂ€lligkeiten untersuchen (Stichwort „Montag-Freitag-Erkrankungen“)
  • Haben Sie eine aktive Fehlzeiten-Policy (Richtlinien zum Umgang mit Krankheit) installiert, deren Umsetzung alle Teamleiter beherrschen?

ÜberprĂŒfen Sie anhand dieser Fragen, wie breit Sie aufgestellt sind oder auch was Ihre personellen Ressourcen derzeit hergeben und was nicht.

Je mehr Fragen Sie mit nein beantworten, desto dringender ist der Handlungsbedarf.

Bejahen Sie hingegen die Fragen, haben Maßnahmen und Aktionen zur Krankenstandsenkung eingefĂŒhrt und keine Besserung feststellen können?

Holen Sie sich externe Expertise ins Haus. 

Die richtigen Aktionen lohnen sich immer.
Der Return auf Ihr Investment im Fehlzeitenmanagement ist höher als in jedem anderen HR-Projekt.

FAQ zum Thema Krankenstand

LÀsst sich durch eine GesundheitsprÀmie der Krankenstand senken?

Lassen Sie uns noch ein kurzes Wort zur oft diskutierten GesundheitsprÀmie oder AnwesenheitsprÀmie verlieren.

Was ist eine GesundheitsprÀmie?

Eine GesundheitsprĂ€mie wird den Mitarbeitern in Form eines Bruttobetrags X ausgeschĂŒttet, wenn Sie keine oder unterdurchschnittliche Fehlzeiten pro GeschĂ€ftsjahr aufweisen.

Gerne entfernt dieser „PrĂ€senz-Benchmark“ das Unternehmen durch gefĂ€hrliche Vorgesetzten-Zitate wie „O Tage Krankheit sind normal“ weiter von einem intakten Arbeitsumfeld.

Den Krankenstand durch eine PrĂ€mie zu reduzieren ist daher nicht nur trĂŒgerisch, sondern sogar kontraproduktiv.

Ihre Mitarbeiter versuchen nicht kranken zu werden, erscheinen womöglich krank zur Arbeit und stecken andere Kollegen an (Stichwort PrÀsentismus).

Die BeschĂ€ftigten, die wiederum „eigentlich nie krank sind“, sich aber nun doch den Grippevirus eingefangen haben, fĂŒhlen sich unfair behandelt. Die Stimmung kippt, der PrĂ€sentismus steigt, das Unternehmen verliert die Oberhand, die es sich mit einer AnwesenheitsprĂ€mie eigentlich sichern wollte.

Kurz gesagt:

Lassen Sie die Finger von solchen undurchdachten PrĂ€mien und konzentrieren Sie sich auf individuelle Maßnahmen, um Ihren Krankenstand zu senken und Ihre Unternehmenskultur zu stĂ€rken.

Wir haben einige Unternehmen GesundheitsprĂ€mien einfĂŒhren sehen, keines hat daraus einen eigenen Gewinn gezogen oder effektiv seinen Krankenstand dadurch langfristig reduzieren können.

Setzen Sie sich hier mit uns in Verbindung, um einen erprobten und nachhaltigen Weg einzuschlagen.

So stellen wir ein kennzahlenbasiertes Konzept auf, das messbare Maßnahmen liefert:

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Mehr zum Thema:


In diesem Artikel geht es um:

  • Hohen Krankenstand reduzieren
  • Krankenquote senken
  • Grundlagen fĂŒr Unternehmen im Thema Fehlzeiten
  • Schaubilder zu Krankenstand
  • Ablauf und Aufbau zu Beratung beim Thema Krankenquote senken
  • Fehlzeitenmanagement
  • KPIs bei Fehlzeiten
  • Kosten von Fehlzeiten
  • Absentismus Statistiken
  • Visualisierung von Krankenstand, Fehlzeiten und Absentismus
  • Kennzahlen im betrieblichen Gesundheitsmanagement


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