Warum kündigen Mitarbeiter? Diese Studien sollten Sie kennen

Warum kündigen Mitarbeiter? Diese Studien sollten Sie kennen

Dieser Artikel wird fortlaufend aktualisiert.

📢 Update Quartal 1, 2024:
Unsere deutschen Engagement-Raten waren 2023 weiterhin unterirdisch, besonders im weltweiten Vergleich.
So lag Deutschland bei 13 % engagierten Mitarbeitenden; 72 % sind dagegen disengagiert und 15 % sogar aktiv disengagiert. (Quelle: Gallup)

Und „das Beste“ daran? Damit sind wir auf dem aufsteigenden Ast gegenüber den Vorjahren...

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Jeder sechste Arbeitnehmer in Deutschland hat bereits innerlich gekündigt.
Nur 16 Prozent der Beschäftigten fühlen sich mit Ihrem Arbeitgeber verbunden.

Mitarbeiterbindung geht anders. Aber warum kündigen Mitarbeiter?

Der Gallup's Engagement Index beispielsweise rechnet jährlich erbarmungslos mit der Personalarbeit deutscher Unternehmen ab.

Denkt man an Arbeitsethos und Loyalität der älteren Generationen (Babyboomer und Generation X) und stellt die heutige hohe Mitarbeiterfluktuation dagegen, kommt man unweigerlich zu der Frage:

Warum kündigen Mitarbeiter in so großer Zahl?

Jede Kündigung lässt die Fluktuationsrate steigen– und Fluktuation kostet Geld.

Richtig – viel – Geld.

Als Personaler können Sie pro Kündigung zwischen 90 % und 200 % des Jahresgehaltes des geschiedenen Mitarbeiters an unternehmerischen Kosten und anschließender Personalgewinnung anrechnen.

Die Kündigungsgründe von Arbeitnehmern sind vielschichtig, die Kosten dagegen für jedes Unternehmen eindeutig.

Gallup schätzt die volkswirtschaftlichen Kosten durch Mitarbeiterfluktuation in Deutschland auf bis zu 118,4 Milliarden Euro jährlich.

Ernüchternd.

Inhalte:

  1. Eine ganze Generation, die Missstände offenlegt
  2. 2024: Studien & Statistiken zu Kündigungsgründen / Arbeitnehmer Statistik
  3. Zusammenfassung: Wie verhindern Sie Kündigungen?
  4. Fazit: Handeln Sie, anstatt Statistiken zu wälzen
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Eine ganze Generation, die Missstände offenlegt

Also woher kommt der Trend, dass das Gras im nächsten Unternehmen grüner ist?

Dass der nächste Chef umgänglicher und der nächste Job die Suche nach dem Sinn in der Arbeit mehr befriedigt?

Nehmen wir uns die Generation vor, die beim Thema Fluktuation als Erstes an den Pranger gestellt wird: Millennials oder auch die Generation Y.

Die als faul und mit schlechter Arbeitsmoral verpönte Arbeitsmarktgeneration der Jahrgänge 1980 bis 1995 gilt als Jobwechsler Nr. 1 und als das Kryptonit der Personalkennzahlen.

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Sind sie wirklich wankelmütiger als andere Jahrgänge?

Wir behaupten, dass die Gründe deutlich profunder sind.

Das Y der Generation Y steht für die englische Aussprache – „why".

Das rührt daher, dass diese Zeitgenossen, auch durch das digitale Zeitalter begünstigt, begonnen haben, die Welt zu hinterfragen.

In diesem Zusammenhang gilt das besonders für die Arbeitswelt. Sie haben ihr ganz eigenes Arbeitsethos geprägt.

Vorher nie infrage gestellte Gesetze wurden plötzlich fließend und durch soziale Medien, Vergleichsportale und den Austausch über alle Grenzen hinaus transparent:

  • Wie erlebten andere vor mir meinen Arbeitgeber?
  • Setzt mein Unternehmen sich so für das Gemeinwohl ein, wie es angibt?
  • Sind Arbeitsumgebung und das Betriebsklima wirklich das, was in der Stellenanzeige versprochen wurde?
  • Werden die Führungsleitlinien gelebt, die Wände und Website zieren oder diktiert der neue Chef von oben herab?
  • Ist das „wie wir das hier immer schon machen“ wirklich der beste und effizienteste Weg?

Und vor allem:

Warum gibt es dieses Unternehmen – was ist der tiefere Sinn?

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Generationen in der Arbeitswelt

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Und plötzlich tauschen sich Menschen über alles und jeden aus.

Bei Kununu ernten selbst Branchenführer teils miserable Mitarbeiterbewertungen.

Diese Mitarbeiter verlassen Unternehmen - und für jeden Internetuser wird jetzt lesbar, was in ihrer Organisation schiefläuft.

Höchste Zeit, den größten Missständen auf den Grund zu gehen und damit der Frage, warum Mitarbeiter kündigen.

Aber genauso ist es Zeit, Hilfestellungen zu liefern, was Ihr Unternehmen dringend besser und anders machen sollte.

Sie möchten verstehen, warum Beschäftigte Ihr Unternehmen verlassen - und anschließend Ihre Mitarbeiterbindung stärken.

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Warum kündigen Mitarbeiter 2024?
Studien & Statistiken zu Kündigungsgründen / Arbeitnehmer Statistik

  1. Quit Quitting dominiert Schlagzeilen & Statistiken:
    Das Phänomen der innerlichen Kündigung nimmt mittlerweile 6 von 10 Mitarbeitenden gedanklich ein. (Quelle: Gallup)

  2. Stress für Arbeitnehmer bleibt auf Rekordniveau:
    Weltweit geben 44 % Arbeitnehmer an, am Vortag „eine Menge Stress erlebt zu haben". Damit war 2023 das zweite Jahr in Folge mit Rekordwert in dieser Frage von Gallup.

  3. Employee Engagement wird zur bestimmenden Kennzahl - wichtiger als der Arbeitsort
    Mitarbeiterengagement hat 3,8x größeren Einfluss auf das Stresslevel und die Wechselbereitschaft von Mitarbeitenden als deren Arbeitsort. (Quelle: Gallup)

  4. Mehr Empathie des Vorgesetzten würde 92 % aller Mitarbeiter dazu veranlassen, bei Ihrem Arbeitgeber zu bleiben. In Worten: Zwei-und-neunzig-Prozent. (Quelle: Businesssolver)

  5. 43 % von über 2.000 Mitarbeitern geben die Unternehmenskultur als Hauptgrund dafür an, warum Sie einen Jobwechsel anstreben (Quelle: Hays)

  6. Ein flexiblerer Job würde laut FlexJobs bei 82 % der befragten Angestellten für mehr Loyalität und weniger Kündigungswunsch sorgen

  7. 37 % der bereits abgewanderten Beschäftigten nahmen die neue Stelle an, weil sie nun teilweise per Telearbeit oder aus dem Homeoffice arbeiten können (ebenfalls laut Gallup)

  8. 70 % von 2000 befragten Beschäftigten würden Ihren Job und Arbeitgeber verlassen, wenn es an leistungsstarker und schneller Kommunikation mangelt. (Quelle: Jive Communications)

  9. 62 % der Millennials sind laut Deloitte bereit, ihren Job in den nächsten zwei Jahren zu kündigen und als Freelancer zu arbeiten. (Stichwort: Fehlende Karrieremöglichkeiten)

  10. 71 % der Beschäftigten würden eine Lohnkürzung akzeptieren, um einen besseren Job zu bekommen. (Quelle: Hayes)

  11. Wie oft beschrieben, ist es nicht das Geld: Tatsächlich kündigen nach CareerBuilder.com nur 12 Prozent aller Mitarbeiter ihren Arbeitsplatz, weil sie mehr verdienen wollen.

  12. 89 % der Chefs wiederum glauben irrtümlicherweise, dass ihre Ex-Mitarbeiter wegen des Geldes gekündigt haben (Quelle: Leigh Branham: The 7 Hidden Reasons Employees Leave)

  13. Beschäftigte, die in ihren Stärken und Fähigkeiten durch Arbeitgeber oder noch mehr durch ihre Führungskraft bemächtigt werden, kündigen mit einer 15 % niedrigeren Wahrscheinlichkeit ihren Job. (Quelle: Gallup)

  14. 76 % der befragten Arbeitnehmer in einer Lifeworks-Umfrage suchen nach einem neuen Job, wenn Sie sich bei der jetzigen Arbeit nicht wertgeschätzt fühlen.

  15. Keine Aussicht auf Fortschritt sind bei über 70 % aller Mitarbeiter mit „hohem Kündigungsrisiko“ der Grund, warum Sie Ihren Job kündigen möchten. (Quelle: Willis Tower Watson)

  16. Beschäftigte der Generation X (Jahrgänge 1961 bis 1980) empfinden das höchste Stresslevel und daher Risikogruppe Nummer 1, Ihren Job zu kündigen. (Quelle: Hayes)

  17. Schlechtes Onboarding verdoppelt die Wahrscheinlichkeit von früher Mitarbeiterfluktuation. (Quelle. Digittate)

  18. Mitarbeiterengagement senkt laut Gallup die Rate der Mitarbeiter mit Kündigungswunsch um 59 %.

  19. Laut Robert Half führt eine starke Lernkultur zum Anstieg der Mitarbeiterbindung um 30-50 Prozent.

  20. 60 % der Millennials haben in 2 bis 4 verschiedenen Unternehmen gearbeitet, 43 Prozent von diesen von O.C. Tanner Befragten haben das Gefühl, dass sich ihr Unternehmen nur für das finanzielle Wohl interessiert.

  21. 42 % der Millennials, die in bereits derart vielen Unternehmen gearbeitet haben, meinen, dass ihre Arbeit einen enormen Stress verursacht. 36 Prozent sind der Meinung, dass sich ihre Arbeit negativ auf ihre Gesundheit auswirkt.

  22. 30 % der befragten Mitarbeiter würden laut One4All eine Kündigung in Betracht ziehen, wenn sie bei der Arbeit unglücklich wären. 79 Prozent der Arbeitnehmer gaben an, dass ihre Vorgesetzten sich nicht um die Zufriedenheit der Mitarbeiter kümmern.

  23. Mehr als 50 % der Arbeitnehmer sind überzeugt, dass sie in den nächsten 6 Monaten eine andere Stelle finden könnten. Das sagt viel über das Selbstvertrauen und die Motivation der heutigen Mitarbeitergeneration aus, oder?

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Zusammenfassung: Wie verhindern Sie Kündigungen wirksam?

#1. Unternehmenskultur ist der Schlüssel.

Um Ihre besten Mitarbeiter und Leistungsträger zu halten, müssen Unternehmen ihre Kultur ernst nehmen.
Umgebung, Regeln, das Miteinander im Team – einfach wie man die Dinge in diesem Business macht und sieht – sind bei Entscheidungen durch Arbeitnehmern für oder gegen einen Arbeitgeber enorm wichtig.

#2. Work-Life-Balance war noch nie so wichtig.

Mitarbeiter möchten nicht bei der Arbeit leben und von ihrer Arbeit eingenommen werden.
Vertrauen Sie
, dass sie von zu Hause aus, im Café oder an einem beliebigen Ort arbeiten können.
Sorgen Sie für die nötigen Rahmenbedingungen – und sie werden mit Produktivität, Engagement und Weiterempfehlung von Ihren Angestellten belohnt werden.

#3. Das Engagement der Mitarbeiter dient als Indikator.

Arbeitnehmer wollen ihren Job und ihr Business lieben. Die neumodische Kennzahl Employee Engagement wird nahezu allen Kündigungsgründen von Arbeitnehmern entgegen.
Sie wollen wissen, dass das, was sie tun, geschätzt wird und wichtig ist.

#4. Millennials wissen, wie man produktiv ist.

Unglückliche Mitarbeiter sind unproduktive Mitarbeiter.
Millennials fordern nur, was Generation X, und Babyboomer sich wohl nicht trauten ... Respekt, Bedeutung, Feedback und Glück.

#5. Gehalt ist nicht das Problem.

Natürlich wollen Angestellte grundsätzlich mehr Geld verdienen, es ist aber nicht annähernd so ein großer Grund wie gedacht, insbesondere kein Kündigungsgrund.

Fazit: Handeln Sie, anstatt Statistiken zu wälzen

Zahlen, Daten und Fakten haben Sie nun genug.

Sparen Sie sich also aufwendige Mitarbeiterumfragen, die die Ergebnisse nur untermauern würden.

Verlieren Sie sich beim Thema ‚Kündigungen durch die besten Mitarbeiter‘ nicht in Zahlenbergen, beim Thema Fluktuation zählt jeder Tag.

Beginnen Sie also, sich als Unternehmen und Führungsetage zu verändern und zu verbessern.

Für Ihr erstes Meeting zum Thema geben wir Ihnen einige Fragen mit auf den Weg. Und dann heißt es: An die Arbeit und keine Zeit mehr verlieren.

Für Unternehmen:
Sorgen Sie dafür, dass jeder Mitarbeiter ein persönliches Gespräch mit seinem Vorgesetzten bekommt.

Wenn Ihre Führungsetage für diese Art von Mitarbeitergespräch nicht ausgebildet ist, organisieren Sie ein entsprechendes Leadership Coaching und hier besonders im People Management.

Für Führungskräfte: Anschließend hören Sie aktiv zu und fragen Sie Ihre/n Mitarbeiter…

  • ob er/sie mit der aktuellen Situation glücklich ist.
  • ob er/sie seine/ihre Arbeit als sinnvoll erachtet
  • ob (und wenn ja) wie Sie die Unternehmenskultur verbessern sollten
  • ob Sie die beste Technologie bereitgestellt haben, um die Arbeit richtig zu erledigen.
  • nach seiner/ihrer Work-Life-Balance und ob diese verbessert werden kann.
  • Wie seine/ihre Meinung und Wünsche zu Fernarbeit und flexiblen Arbeitszeiten sind
  • ob er/sie sich bei der Arbeit wertgeschätzt fühlen
  • ob er/sie den Job und das Unternehmen lieben

Tragen Sie die Eindrücke, Notizen und Ergebnisse zusammen. Stellen Sie Aktions- und Maßnahmenpläne zusammen. Agieren Sie anhand der Ergebnisse, statt auf Kündigungen und hohe Fluktuation zu reagieren.

Beginnen Sie.

Fehlen Ihnen Ressourcen, melden Sie sich bei uns.

Viel Erfolg!

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Generationen in der Arbeitswelt

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Mehr zu den Themen Mitarbeiterbindung und Recruiting:

In diesem Artikel geht es um:

  • Kündigungsgründe Arbeitnehmer Statistik
  • Führungsverhalten
  • People Management
  • Vakanzzeit
  • Recruiting-Kennzahlen
  • Warum kündigen Mitarbeiter - Studie
  • Personalkennzahlen
  • Engagement
  • Fluktuationsrate Deutschland
  • Mitarbeiterbindung
  • Vakanzquote
  • Fluktuation in Unternehmen
  • Generationenkonflikt
  • Neubeschaffung
  • Ungewollte Kündigungen
  • offene Stellen
  • Employer Branding
  • Retention Management
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