Warum kündigen Mitarbeiter? 20 Studien & Statistiken, die Sie in 2020 kennen sollten

Warum kündigen Mitarbeiter? 20 Studien & Statistiken, die Sie in 2020 kennen sollten

Jeder sechste Arbeitnehmer in Deutschland hat bereits innerlich gekündigt.

Nur 16 Prozent der Beschäftigten fühlen sich mit Ihrem Arbeitgeber verbunden.

Mitarbeiterengagement sieht anders aus.
Und so rechnet Gallup's Engagement Index jährlich erbarmungslos mit der Personalarbeit deutscher Unternehmen ab.

Denkt man an das Arbeitsethos und die Loyalität der Arbeitsmarktgenerationen Babyboomer und Generation X und stellt die heutige hohe Mitarbeiterfluktuation dagegen, kommt man unweigerlich zu der Frage:

Warum kündigen Mitarbeiter in so großer Zahl?

Jede Kündigung lässt die Fluktuationsrate steigen– und Fluktuation kostet Geld.

Richtig – viel – Geld.

Personaler können zwischen 90 % und 200 % des Jahresgehaltes des geschiedenen Mitarbeiters an unternehmerischen Kosten pro Kündigung anrechnen.

Gallup schätzt die volkswirtschaftlichen Kosten durch Mitarbeiterfluktuation in Deutschland auf bis zu 118,4 Milliarden Euro jährlich.

Ernüchternd.

Inhalte:

  1. Eine ganze Generation, die Missstände offenlegt
  2. Studien & Statistiken zu Kündigungsgründen
  3. Zusammenfassung: Wie verhindert man Kündigungen?
  4. Fazit: Handeln Sie, anstatt Statistiken zu wälzen


Eine ganze Generation, die Missstände offenlegt

Also woher kommt der Trend, dass das Gras im nächsten Unternehmen grüner ist?

Dass der nächste Chef umgänglicher und der nächste Job die Suche nach dem Sinn in der Arbeit mehr befriedigt?

Nehmen wir uns die Generation vor, die beim Thema Fluktuation am schnellsten an den Pranger gestellt wird: die Millennials oder Generation Y.

Die als faul und mit schlechter Arbeitsmoral verpönte Arbeitsmarktgeneration der Jahrgänge 1980 bis 1995 gelten als Jobwechsler Nr. 1 und als das Kryptonit der Personalkennzahlen.

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Sind Sie wirklich wankelmütiger als andere Jahrgänge?

Wir behaupten, dass die Gründe deutlich profunder sind.

Das Y der Generation Y steht für die englische Aussprache – „why".
Das rührt daher, dass diese Zeitgenossen, auch durch das digitale Zeitalter begünstigt, begonnen haben die Welt zu hinterfragen. In diesem Zusammenhang gilt das besonders für die Arbeitswelt.

Vorher nie infrage gestellte Gesetze wurden plötzlich fließend und durch soziale Medien, Vergleichsportale und den Austausch über alle Grenzen hinaus transparent:

  • Wie erlebten andere vor mir meinen Arbeitgeber?
  • Setzt mein Unternehmen sich so für das Gemeinwohl ein, wie es angibt?
  • Sind Arbeitsumgebung und das Betriebsklima wirklich das, was in der Stellenanzeige versprochen wurde?
  • Wer die Führungsleitlinien gelebt, die Wände und Website zieren oder diktiert der neue Chef von oben herab?
  • Ist es so „wie wir das hier immer schon machen“ wirklich der beste und effizienteste Weg?

Und vor allem:

Warum gibt es dieses Unternehmen – was ist der tiefere Sinn?

Und plötzlich tauschen sich Menschen über alles und jeden aus. Bei Kununu ernten teilweise Branchenführer miserable Mitarbeiterbewertungen und es wird für jeden Internetuser lesbar, was in Ihrem Business schiefläuft.

Höchste Zeit, den größten Missständen auf den Grund zu gehen, aber auch Hilfestellungen zu liefern, was Unternehmen dringend besser und anders machen sollten, um kontrollieren zu können, warum Beschäftigte Ihr Unternehmen verlasen.

warum kuendigen mitarbeiter

Warum kündigen Mitarbeiter? 20 Studien und Statistiken zum Thema

  1. Mehr Empathie des Vorgesetzten würde 92 % aller Mitarbeiter dazu veranlassen, bei Ihrem Arbeitgeber zu bleiben. In Worten: Zwei-und-neunzig-Prozent. (Quelle: Businesssolver)
  2. 43 % von über 2.000 Mitarbeitern geben die Unternehmenskultur als Hauptgrund dafür an, warum Sie einen Jobwechsel anstreben (Quelle: Hays)
  3. Ein flexiblerer Job würde laut FlexJobs bei 82 % der befragten Angestellten für mehr Loyalität und weniger Kündigungswunsch sorgen
  4. 37 % der bereits abgewanderten Beschäftigten nahmen die neue Stelle an, weil sie nun teilweise per Telearbeit oder aus dem Home Office arbeiten können (ebenfalls laut Gallup)
  5. 70 % von 2000 befragten Beschäftigten würden Ihren Job und Arbeitgeber verlassen, wenn es an leistungsstarker und schneller Kommunikation mangelt. (Quelle: Jive Communications) Diesen Trend dürfte das Corona Virus weiter angefacht haben.
  6. 62 % der Millennials sind laut Deloitte bereit, ihren Job in den nächsten zwei Jahren zu kündigen und als Freelancer zu arbeiten (Stichwort: Fehlende Karrieremöglichkeiten)
  7. 71 % der Beschäftigten würden eine Lohnkürzung akzeptieren, um einen besseren Job zu bekommen. (Quelle: Hayes)
  8. Wie oft beschrieben, ist es nicht das Geld: Tatsächlich kündigen nach CareerBuilder.com nur 12 Prozent aller Mitarbeiter ihren Arbeitsplatz, weil sie mehr verdienen wollen
  9. 89 % der Chefs wiederum glauben irrtümlicherweise, dass ihre Ex-Mitarbeiter wegen des Geldes gekündigt haben (Quelle: Leigh Branham: The 7 Hidden Reasons Employees Leave)
  10. Beschäftigte, die in ihren Stärken und Fähigkeiten durch Arbeitgeber oder noch mehr durch ihre Führungskraft bemächtigt werden, kündigen mit einer 15% niedrigeren Wahrscheinlichkeit ihren Job (Quelle: Gallup)
  11. 76 % der befragten Arbeitnehmer in einer Lifeworks-Umfrage suchen nach einem neuen Job, wenn Sie sich bei der jetzigen Arbeit nicht wertgeschätzt fühlen.
  12. Keine Aussicht auf Fortschritt sind bei über 70% aller Mitarbeiter mit „hohem Kündigungssrisiko“ der Grund, warum Sie Ihren Job kündigen möchten (Quelle: Willis Tower Watson)
  13. Beschäftigte der Generation X (Jahrgänge 1961 bis 1980) empfinden das höchste Stresslevel und daher Risikogruppe Nummer 1, Ihren Job zu kündigen (Quelle: Hayes)
  14. Schlechtes Onboarding verdoppelt die Wahrscheinlichkeit von früher Mitarbeiterfluktuation. (Quelle. Digittate)
  15. Mitarbeiterengagement senkt laut Gallup die Rate der Mitarbeiter mit Kündigungswunsch um 59%.
  16. Laut Robert Half führt eine starke Lernkultur führt zum Anstieg der Mitarbeiterbindung um 30-50 Prozent.
  17. Laut fast der Hälfte aller befragten HR-Experten durch Kronos ist Burnout mit zwischen 20 und 50 % der Grund, warum Mitarbeiter kündigen
  18. 60 % der Millennials haben in 2 bis 4 verschiedenen Unternehmen gearbeitet, 43 Prozent von diesen von O.C. Tanner Befragten haben das Gefühl, dass sich ihr Unternehmen nur für das finanzielle Wohl interessiert.
  19. 42 % der Millennials, die in bereits derart vielen Unternehmen gearbeitet haben, meinen, dass ihre Arbeit einen enormen Stress verursacht. 36 Prozent sind der Meinung, dass sich ihre Arbeit negativ auf ihre Gesundheit auswirkt.
  20. 30 % der befragten Mitarbeiter würden laut One4All eine Kündigung in Betracht ziehen, wenn sie bei der Arbeit unglücklich wären. 79 Prozent der Arbeitnehmer gaben an, dass ihre Vorgesetzten sich nicht um die Zufriedenheit der Mitarbeiter kümmern.

Zusammenfassung: Wie verhindert man Kündigungen wirksam?

Unternehmenskultur ist der Schlüssel.

Um Ihre besten Mitarbeiter und Leistungsträger zu halten, müssen Unternehmen ihre Kultur ernst nehmen. Umgebung, Regeln, das Miteinander im Team – einfach wie man die Dinge in diesem Business macht und sieht – sind bei Entscheidungen durch Arbeitnehmern für oder gegen einen Arbeitgeber enorm wichtig.

Work-Life-Balance war noch nie so wichtig.

Mitarbeiter möchten nicht bei der Arbeit leben und von ihrer Arbeit eingenommen werden. Vertrauen Sie, dass sie von zu Hause aus, im Café oder an einem beliebigen Ort arbeiten können. Sorgen Sie für die nötigen Rahmenbedingungen – und sie werden mit Produktivität, Engagement und Weiterempfehlung von Ihren Angestellten belohnt werden.

Das Engagement der Mitarbeiter ist sehr wichtig.

Arbeitnehmer wollen ihren Job und ihr Business lieben. Sie wollen wissen, dass das, was sie tun, geschätzt wird und wichtig ist.

Millennials wissen, wie man produktiv ist.

Unglückliche Mitarbeiter sind unproduktive Mitarbeiter. Millennials fordern nur, was Generation X, und Babyboomer sich wohl nicht trauten ... Respekt, Bedeutung, Feedback und Glück.

Gehalt ist nicht das Problem.

Natürlich wollen Angestellte grundsätzlich mehr Geld verdienen, es ist aber nicht annähernd so ein großer Grund wie gedacht, insbesondere kein Kündigungsgrund.

Fazit: Handeln Sie, anstatt Statistiken zu wälzen

Zahlen, Daten und Fakten haben Sie nun genug. Sparen Sie sich also aufwendige Mitarbeiterumfragen, die die Ergebnisse nur untermauern würden. Verlieren Sie sich beim Thema ‚Kündigungen durch die besten Mitarbeiter‘ nicht in Zahlenbergen, beim Thema Fluktuation zählt jeder Tag.

Beginnen Sie also, sich als Unternehmen und Führungsetage zu verändern und zu verbessern.

Für Ihr erstes Meeting zum Thema geben wir Ihnen einige Fragen mit auf den Weg. Und dann heißt es: An die Arbeit und keine Zeit mehr verlieren.

Für Unternehmen: Sorgen Sie dafür, dass jeder Mitarbeiter ein persönliches Gespräch mit seinem Vorgesetzten bekommt. Wenn Ihre Führungsetage für diese Art von Mitarbeitergespräch nicht ausgebildet ist, organisieren Sie ein entsprechendes Leadership Coaching und hier besonders im People Management.

529% ROI.

529% ist der durchschnittliche Return on Investment im Leadership Coaching.
Mitarbeiter kündigen schlechten Chefs, nicht Unternehmen. Verhindern Sie das.
Durch Klicken des Buttons erhalten Sie Infos zu evidenzbasiertem Leadership Coaching in Ihrem Unternehmen.

Für Führungskräfte: Anschließend hören Sie aktiv zu und fragen Sie Ihre/n Mitarbeiter…

  • ob er/sie mit der aktuellen Situation glücklich ist.
  • ob er/sie seine/ihre Arbeit als sinnvoll erachtet
  • ob und wenn ja wie Sie die Unternehmenskultur verbessern sollten
  • ob Sie die beste Technologie bereitgestellt haben, um die Arbeit richtig zu erledigen.
  • nach seiner/ihrer Work-Life-Balance und ob diese verbessert werden kann.
  • Wie seine/ihre Meinung und Wünsche zu Fernarbeit und flexiblen Arbeitszeiten sind
  • ob er/sie sich bei der Arbeit wertgeschätzt fühlen
  • ob er/sie den Job und das Unternehmen lieben

Tragen Sie die Eindrücke, Notizen und Ergebnisse zusammen. Stellen Sie Aktions- und Maßnahmenpläne zusammen. Agieren Sie anhand der Ergebnisse, statt auf Kündigungen und hohe Fluktuation zu reagieren.

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