Inhouse-Führungskräfteprogramm

Führungskräfteprogramm für Fehlzeiten- und Krankenrückkehrgespräche

Sicher, wertschätzend und einheitlich führen. Harbinger befähigt Führungskräfte in zwei aufeinander aufbauenden Modulen, einer realen Transferphase und einem arbeitsrechtlichen Vertiefungsmodul – angepasst an Ihre Führungsgruppen, Standorte und vorhandenen Regelungen.

2 aufbauende Praxismodule max. 12 Teilnehmende je Gruppe Transfer im Führungsalltag arbeitsrechtlich begleitet
Zufriedenheit & Transfer

Hohe Akzeptanz. Messbarer Kompetenzgewinn. Konkreter Praxistransfer.

Ausgewählte, dokumentierte Ergebnisse aus einer anonymisierten Vollerhebung nach Programmschluss – ergänzt um Abschlussrunden und die Beobachtung der Trainerin.

99 %Empfehlungswert – durchschnittlich 9,9 von 10 Punkten
95 %Entscheidungssicherheit – nach dem Programm 5,7 von 6 Punkten
90 %Rechtssicherheit – nach dem Programm 5,4 von 6 statt zuvor 2,9
100 %Praxistransfer – alle Befragten haben das Gelernte angewendet

Basis: vollständige schriftliche Rückmeldung der sieben Teilnehmenden eines dokumentierten Programms. Prozentwerte sind aus den erhobenen Originalwerten abgeleitet. Die Ergebnisse sind keine pauschale Wirkungsgarantie für andere Organisationen.

Wenn Fehlzeiten zur Führungsaufgabe werden

Eine Richtlinie schafft noch keine sicheren Gespräche

Viele Unternehmen haben Krankenquoten, Dashboards und interne Prozesse. Was im Alltag häufig fehlt, ist ein gemeinsamer Standard dafür, wann welches Gespräch angezeigt ist, wie es geführt wird und wo die Verantwortung der Führungskraft endet.

Genau hier setzt das Programm an: nicht als Kontrollinstrument und nicht als isoliertes Kommunikationstraining, sondern als praxisnaher Baustein eines professionellen Fehlzeitenmanagements.

Gesprächsformate werden vermischt

Rückkehrgespräch, Fehlzeitengespräch und BEM verfolgen unterschiedliche Anlässe, Ziele und Verfahren.

Führungskräfte schwanken zwischen Härte und Vermeidung

Unsicherheit bei Fragen, Tonalität und möglichen Konsequenzen führt zu zu späten, zu weichen oder unnötig konfrontativen Gesprächen.

Jeder Standort entwickelt seine eigene Praxis

Ohne gemeinsame Gesprächslogik, Dokumentation und Eskalationswege entstehen Reibung, Ungleichbehandlung und Misstrauen.

Ein Seminartag verändert noch keine Routine

Erst reale Anwendung, Reflexion, Feedback und erneutes Üben übertragen Wissen in stabiles Führungsverhalten.

Klare Produktlogik

Kein Großprojekt, aber auch kein Standardseminar.

Was Sie buchen

  • ein geschlossenes Inhouse-Programm für Ihre Führungskräfte
  • einen gemeinsamen Gesprächs- und Dokumentationsstandard
  • Anwendung an echten Situationen aus Ihrem Unternehmen
  • Transfer, Evaluation und individuelle nächste Schritte

Was das Programm bewusst nicht ist

  • kein Einzelplatzseminar mit allgemeinem Lehrplan
  • kein Ersatz für BEM, HR oder arbeitsrechtliche Einzelfallprüfung
  • keine Schulung zur medizinischen Ursachenforschung
  • keine Garantie für eine bestimmte Krankenstandssenkung
Der vollständige Lern- und Transferprozess

Zwei große Module. Dazwischen beginnt die eigentliche Veränderung.

Modul 1 schafft Fundament und Standard. In der Transferphase wenden die Teilnehmenden das Gelernte im Führungsalltag an. Modul 2 greift reale Erfahrungen auf und trainiert herausfordernde Situationen. Das arbeitsrechtliche Modul schafft zusätzliche Orientierung für Unternehmen und Führungskräfte.

max. 12Teilnehmende je Gruppe und Modul
4–8 Wochenempfohlene Transferzeit zwischen den Hauptmodulen
≤ 6 Monateempfohlener maximaler Gesamtzeitraum
1 Standardfür mehrere Gruppen, Ebenen und Standorte
1Vorbereitung

Rahmen klären

Zielgruppen, Regelungen, Fälle, Datenbild und vorhandene Unterlagen aufnehmen.

2Hauptmodul

Fundament & Standard

Gesprächsformate unterscheiden, Haltung klären und einheitliche Architektur anwenden.

3Transferphase

Im Alltag anwenden

Gespräche führen, Erfahrungen reflektieren und eigene Grenzfälle sammeln.

4Hauptmodul

Vertiefung & Expertise

Schwierige Gesprächssituationen realitätsnah trainieren und Feedback erhalten.

5Arbeitsrecht

Leitplanken sichern

Unterlagen, Fragen, Dokumentation, Datenschutz und Schnittstellen einordnen.

6Abschluss

Wirkung auswerten

Evaluation spiegeln und passende Vertiefungen, Refreshs oder Rollouts ableiten.

Bei mehreren Gruppen: Die Programmlogik bleibt gleich, während Praxisfälle und Rollenspiele an Führungsebene, Standort und operative Realität angepasst werden. So entsteht ein gemeinsamer Standard ohne künstliche Gleichmacherei.

Inhalte der Hauptmodule

Vom sicheren Gerüst zur souveränen Anwendung unter Druck

Die Inhalte werden auf Ihre Führungssituation zugeschnitten. Der didaktische Kern bleibt bewusst stabil, damit alle Teilnehmenden mit derselben Gesprächslogik, Sprache und Dokumentationspraxis arbeiten.

Modul 1Fundament &
Standard
In der Regel ein Präsenztag je Gruppe

Klarheit, Struktur und Sicherheit: Fehlzeiten professionell führen

Die Teilnehmenden verstehen ihre Rolle im Fehlzeitenmanagement und lernen eine verbindliche Gesprächsarchitektur, die Fürsorge, Klarheit und die Grenzen der Führungsaufgabe zusammenführt.

Einordnen & vorbereiten

  • Rolle der Führungskraft im Fehlzeitenmanagement
  • Rückkehrgespräch, Fehlzeitengespräch und BEM unterscheiden
  • Fehlzeitenmuster als Gesprächsanlass – nicht als Beweis – einordnen
  • Einladung, Ziel und Gesprächsrahmen klar formulieren

Führen & vereinbaren

  • 5-Phasen-Architektur: eröffnen, beschreiben, verstehen, vereinbaren, abschließen
  • aktives Zuhören, offene Fragen und ruhige Klarheit
  • Emotionen, psychologische Grundbedürfnisse und eigene Reaktionen
  • konkrete Maßnahmen, Follow-up und Gesprächsdokumentation
Ergebnis: Alle Teilnehmenden arbeiten mit einem gemeinsamen Gerüst und gewinnen Sicherheit für die ersten Gespräche im Führungsalltag.
TransferphaseAnwendung im Alltag

Die Führungskräfte führen reale Rückkehr- oder Fehlzeitengespräche, nutzen den vereinbarten Leitfaden und das Gesprächsprotokoll, reflektieren ihre Wirkung und bringen konkrete Unsicherheiten oder Übungswünsche in Modul 2 ein.

4–8Wochen empfohlen
Modul 2Vertiefung &
Expertise
In der Regel ein Präsenztag je Gruppe

Souverän führen, wenn es herausfordernd wird

Die Erfahrungen aus der Transferphase werden ausgewertet. Anschließend trainieren die Teilnehmenden anspruchsvolle Gespräche realitätsnah – idealerweise mit professionellen Trainingsschauspieler:innen.

Schwierige Dynamiken

  • Abwehr, Rechtfertigung, Rückzug und Emotionalität
  • wiederholte Kurzzeiterkrankungen und Verdachtsmomente
  • Belastung, Konflikte und sensible persönliche Hinweise
  • eigene Klarheit und Selbstregulation unter Druck

Konkretes Führungshandeln

  • Gesprächsqualität durch Beobachtung und individuelles Feedback vertiefen
  • arbeitsbezogene, unterstützende und verhaltensbezogene Maßnahmen ableiten
  • Grenzen zwischen Unterstützung, Erwartung und Konsequenz wahren
  • HR, BEM, Betriebsrat, Arbeitsmedizin oder externe Stellen passend einbinden
Ergebnis: Die Führungskräfte bleiben auch in schwierigen Settings ruhig, klar und handlungsfähig – ohne Diagnosen, vorschnelle Bewertungen oder vermeidbare Eskalation.
Arbeitsrechtliche Begleitung

Rechtliche Leitplanken, die zur Praxis Ihres Unternehmens passen

Allgemeine Rechtsfolien reichen nicht aus. Deshalb sichten wir vor dem arbeitsrechtlichen Modul sämtliche von Ihnen bereitgestellten Unterlagen, die für die Gesprächspraxis relevant sind, und übersetzen die Erkenntnisse in konkrete Orientierung für Führungskräfte, HR und weitere beteiligte Stellen.

Orientierung 1Was darf ich?
Orientierung 2Was muss ich?
Orientierung 3Wo liegt meine Grenze?
Orientierung 4Wann brauche ich HR oder weitere Stellen?

Unterlagensichtung und arbeitsrechtliches Vertiefungsmodul

  • relevante Arbeitsvertrags- und Tarifvertragsmuster
  • bestehende Betriebsvereinbarungen und interne Regelwerke
  • vorhandene Rückkehr-, Fehlzeiten-, BEM- und Eskalationsprozesse
  • zulässige und unzulässige Fragen im Gespräch
  • Gesundheitsinformationen, Datenschutz und Dokumentation
  • Abgrenzung von Erkrankung, Arbeitsfähigkeit und möglicher Pflichtverletzung
  • Gleichbehandlung, wiederkehrende Fehlzeiten und Folgeschritte
  • Rollen von Führungskraft, HR, Betriebsrat, BEM und Arbeitsmedizin

Die arbeitsrechtliche Begleitung erfolgt durch eine entsprechend qualifizierte Expertin beziehungsweise Fachanwältin. Umfang und Tiefe einer darüber hinausgehenden Einzelfallprüfung werden bei Bedarf separat vereinbart. Zum gesetzlichen BEM-Rahmen siehe § 167 Abs. 2 SGB IX.

Trainingsdesign

Praxisnah, psychologisch sicher und trotzdem verbindlich

Führungskräfte sollen nicht nur wissen, wie ein gutes Gespräch aussieht. Sie müssen erleben, wie das eigene Wording, Zuhören und Verhalten auf ein reales Gegenüber wirkt – und es im geschützten Rahmen verbessern können.

1

Senior Coach

Verantwortung für Design, Moderation, Feedback und Transfersteuerung über den gesamten Prozess.

2

Trainingsschauspiel

Realistische Reaktionen, Emotionen und Widerstände statt vorhersehbarer Rollenspiele unter Kolleg:innen.

3

Echte Praxisfälle

Anonymisierte Situationen aus Ihren Standorten, Funktionen und Führungsebenen prägen die Übungen.

4

Sicherer Lernraum

Ausprobieren, scheitern, Feedback erhalten und erneut führen – ohne den realen Mitarbeiterkontakt zu belasten.

Was Sie konkret erhalten

Ein Programm, das dauerhaft nutzbare Instrumente im Unternehmen hinterlässt

Die Unterlagen werden nicht einfach verteilt, sondern auf die vereinbarte Gesprächslogik und – soweit sinnvoll – auf Ihre Regelungen, Rollen und Führungspraxis angepasst.

Standard

Gesprächsleitfaden

Ein klarer roter Faden von Einladung und Gesprächseröffnung bis zu Vereinbarung und Follow-up.

Dokumentation

Individualisiertes Gesprächsprotokoll

Sachliche Dokumentation von Anlass, Sicht der beschäftigten Person, Vereinbarungen und Folgetermin.

Transfer

Reflexions- und Fallunterlagen

Leitfragen für die Transferphase sowie anonymisierte Fälle für Übung und interne Weiterarbeit.

Arbeitsrecht

Geprüfte Leitplanken

Sichtung relevanter Unterlagen und verdichtete Orientierung zu Fragen, Daten, Rollen und Eskalationswegen.

Evaluation

Vorher-Nachher-Abgleich

Evaluationsbögen, Kompetenzselbsteinschätzung, Anwendungsfeedback und qualitative Trainerbeobachtung.

Management

Abschluss und nächste Schritte

Verdichtete Rückmeldung an Auftraggeber sowie Empfehlungen für Refreshs, weitere Zielgruppen oder systemische Vertiefung.

Betriebsrat und Mitbestimmung

Akzeptanz entsteht, wenn Zweck, Daten und Rollen transparent sind

Ein einheitliches Gesprächssystem berührt sensible Interessen. Deshalb betrachten wir die Perspektive der Arbeitnehmervertretung nicht als spätere Kommunikationsaufgabe, sondern als Teil einer belastbaren Einführung.

Optionaler Stakeholder-Dialog: Auf Wunsch strukturieren wir vor dem Rollout einen gemeinsamen Termin mit HR, Betriebsrat und relevanten Verantwortlichen, um Ziel, Gesprächsanlässe, Dokumentation, Beteiligung und Abgrenzung zum BEM transparent zu klären.

Nach welchen transparenten Kriterien werden Gespräche geführt?
Welche Daten sehen Führungskräfte – und was wird dokumentiert?
Wie werden Diagnosefragen und unzulässige Ursachenforschung verhindert?
Wie bleiben Rückkehrgespräch, Fehlzeitengespräch und BEM sauber getrennt?
Wann kann oder soll der Betriebsrat beteiligt werden?
Wie sichern Unternehmen Gleichbehandlung über Teams und Standorte?
Evaluation statt Zufriedenheitsfolie

Wir unterscheiden Reaktion, Lernen, Anwendung und Unternehmenswirkung

Ein gutes Training ist nur der Anfang. Deshalb prüfen wir, ob die Teilnehmenden Sicherheit gewinnen, das Gelernte anwenden und der vereinbarte Standard im Führungsalltag tatsächlich genutzt wird.

1 · Reaktion99 %

Empfehlungswert

Wie relevant, verständlich und empfehlenswert erleben Teilnehmende das Programm?

2 · Lernen90 %

Rechtssicherheit

Wie verändert sich die Sicherheit bei Fragen, Grenzen und rechtlich sauberem Handeln?

3 · Verhalten100 %

Anwendung

Wer hat Gespräche geführt und nutzt Leitfaden sowie Gesprächsprotokoll im Alltag?

4 · Ergebnisüber Zeit

Steuerungswirkung

Gesprächsqualität, frühe Klärung und konsistente Anschlusswege können später auf Fehlzeiten und operative Stabilität einzahlen.

Selbsteinschätzung der Teilnehmenden

Macht Kompetenzzuwachs und verbleibende Unsicherheiten sichtbar – vor und nach dem Programm.

Beobachtung durch die Trainerin

Prüft, ob Sicherheit nur gefühlt oder bereits im Verhalten erkennbar ist – etwa bei aktivem Zuhören, Empathie und ruhiger Klarheit.

Basis der genannten Prozentwerte: vollständige schriftliche Rückmeldung der sieben Teilnehmenden eines dokumentierten Programms. Eine Veränderung der Krankenquote ist multikausal und lässt sich nicht aus einem einzelnen Trainingsprogramm garantieren.

Aus dem Führungsalltag

Was Teilnehmende aus dem Programm mitnehmen

Vier anonymisierte Originalstimmen aus der Programmevaluation. Sechs weitere Slots sind für bereits vorhandene Harbinger-Kundenstimmen vorbereitet.

Wann das Programm passt

Für Unternehmen, die aus einzelnen Gesprächen eine verlässliche Führungspraxis machen wollen

Das Programm ist der richtige Einstieg, wenn …

  • Führungskräfte bei Anlass, Fragen oder Tonalität unsicher sind.
  • Rückkehr-, Fehlzeiten- und BEM-Gespräche nicht sauber getrennt werden.
  • Standorte oder Führungsebenen unterschiedlich mit Fehlzeiten umgehen.
  • bereits ein Leitfaden existiert, aber die Anwendung nicht einheitlich ist.
  • arbeitsrechtliche Leitplanken und vorhandene Unterlagen geprüft werden sollen.
  • ein Tagestraining zu wenig Transfer und Verankerung erzeugen würde.

Zuerst Fehlzeitenmanagement prüfen, wenn …

  • noch unklar ist, warum der Krankenstand erhöht ist.
  • Teams oder Standorte stark voneinander abweichen, aber Ursachen fehlen.
  • Gesprächsführung möglicherweise nur einer von mehreren Hebeln ist.
  • zunächst Daten, Fälle, Demografie, Belastung und operative Strukturen analysiert werden müssen.

Dann ist die Fehlzeitenmanagement-Beratung der belastbarere erste Schritt. Steht der Gesprächsstandard bereits als Hebel fest, kann das Führungskräfteprogramm auch eigenständig gebucht werden.

Schicht- und Teamleitungen Service- und Standortleitungen Bereichs- und Abteilungsleitungen weitere operative Führungsebenen
Häufige Fragen

FAQ zum Führungskräfteprogramm für Fehlzeiten- und Krankenrückkehrgespräche

Was ist das Harbinger-Führungskräfteprogramm für Fehlzeitengespräche?

Es ist ein geschlossenes Inhouse-Programm für Unternehmen. Zwei aufeinander aufbauende Hauptmodule, eine reale Transferphase, ein arbeitsrechtliches Vertiefungsmodul und die Evaluation sorgen dafür, dass Führungskräfte nicht nur Wissen erhalten, sondern einen gemeinsamen Gesprächsstandard im Alltag anwenden.

Was unterscheidet Krankenrückkehrgespräch, Fehlzeitengespräch und BEM?

Ein Krankenrückkehrgespräch findet nach der Rückkehr statt und dient vor allem dem Willkommen, der Arbeitsfähigkeit und möglicher Unterstützung. Ein Fehlzeitengespräch wird bei auffälligen oder wiederkehrenden Mustern geführt und klärt Arbeitskontext, Unterstützung, Erwartungen und nächste Schritte. Das BEM ist ein eigenes gesetzliches Verfahren: Bei mehr als sechs Wochen ununterbrochener oder wiederholter Arbeitsunfähigkeit innerhalb eines Jahres muss der Arbeitgeber ein BEM anbieten. Grundlage ist § 167 Abs. 2 SGB IX.

Ist ein Krankenrückkehr- oder Fehlzeitengespräch gesetzlich verpflichtend?

Für gewöhnliche Krankenrückkehr- oder Fehlzeitengespräche besteht keine allgemeine gesetzliche Durchführungspflicht. Unternehmen können sie als internes Führungsinstrument einführen. Davon zu unterscheiden ist die gesetzliche Pflicht, bei Erreichen der Voraussetzungen ein BEM anzubieten. Betriebliche Regelungen, Mitbestimmung und der konkrete Einzelfall müssen zusätzlich berücksichtigt werden.

Welche Fragen dürfen Führungskräfte im Fehlzeitengespräch stellen?

Im Mittelpunkt stehen Arbeitsfähigkeit, mögliche arbeitsbezogene Belastungen, Unterstützungsbedarf, Erwartungen und nächste Schritte. Führungskräfte sollen keine medizinische Diagnose ermitteln und keine Therapie übernehmen. Welche Fragen und Dokumentationen im konkreten Unternehmen zulässig und sinnvoll sind, wird im arbeitsrechtlichen Modul anhand der vorhandenen Regelungen eingeordnet.

Welche Rolle spielt der Betriebsrat?

Die Rolle hängt von Ausgestaltung, Gesprächssystem, Datennutzung, bestehenden Betriebsvereinbarungen und dem jeweiligen Verfahren ab. Harbinger empfiehlt, die Arbeitnehmervertretung bei der Einführung eines einheitlichen Systems frühzeitig einzubeziehen und Kriterien, Dokumentation, Beteiligung und Abgrenzung zum BEM transparent zu klären. Relevante Mitbestimmungsfelder ergeben sich unter anderem aus § 87 BetrVG.

Werden unsere bestehenden Unterlagen und Betriebsvereinbarungen geprüft?

Ja. Im vereinbarten Umfang sichtet die arbeitsrechtliche Expertin beziehungsweise Fachanwältin sämtliche von Ihnen bereitgestellten Unterlagen, die für die Gesprächspraxis relevant sind – darunter Vertragsmuster, Betriebsvereinbarungen, Leitfäden, Dokumentationsvorlagen sowie Rückkehr-, Fehlzeiten-, BEM- und Eskalationsprozesse. So wird das Rechtsmodul auf Ihre Praxis zugeschnitten. Eine umfassende Einzelfallprüfung kann bei Bedarf separat vereinbart werden.

Wie groß sind die Trainingsgruppen?

Jede Gruppe ist auf maximal zwölf Teilnehmende begrenzt. Diese Größe schafft genügend Perspektiven für Austausch und Fallarbeit, lässt aber gleichzeitig ausreichend Zeit für Übung, individuelles Feedback und realitätsnahe Gesprächssimulationen.

Wie lange dauert das Programm?

Zwischen den beiden Hauptmodulen empfehlen wir meist vier bis acht Wochen reale Transferzeit. Vorbereitung, Module, arbeitsrechtliche Vertiefung und Abschluss sollten grundsätzlich innerhalb von maximal sechs Monaten stattfinden. Der konkrete Zeitplan richtet sich nach Gruppenanzahl, Standorten und operativer Verfügbarkeit.

Können mehrere Standorte oder Führungsebenen geschult werden?

Ja. Das Programm kann über mehrere Gruppen, Standorte und Führungsebenen ausgerollt werden. Der gemeinsame Kern bleibt identisch; Praxisfälle, Wording, Rollen und Übungen werden an die jeweilige Führungsrealität angepasst. Dadurch entsteht ein einheitlicher Standard entlang der operativen Verantwortung.

Findet das Programm in Präsenz oder online statt?

Die beiden Hauptmodule empfehlen wir grundsätzlich in Präsenz, insbesondere wenn mit professionellen Trainingsschauspieler:innen gearbeitet wird. Arbeitsrechtliche Vertiefung, Abstimmungen und einzelne Transferformate können effizient online durchgeführt werden. Abweichende Formate prüfen wir anhand der Zielgruppe und des Lernziels.

Arbeitet Harbinger mit Trainingsschauspieler:innen?

Für Modul 2 empfehlen wir den Einsatz professioneller Trainingsschauspieler:innen. Sie reagieren realistischer auf Wording, Haltung, Druck und emotionale Dynamiken als klassische Rollenspiele unter Kolleg:innen. Führungskräfte können dadurch schwierige Situationen wiederholt üben und konkretes Feedback zur eigenen Wirkung erhalten.

Wie wird die Wirkung des Programms gemessen?

Wir verbinden Evaluationsbögen, Vorher-Nachher-Selbsteinschätzung, Rückmeldung zur Anwendung, Nutzung der Instrumente und qualitative Beobachtung durch die Trainerin. Am Ende erhält der Auftraggeber eine verdichtete Einordnung der erreichten Wirkung, verbleibender Unsicherheiten und sinnvoller nächster Schritte.

Kann das Programm den Krankenstand senken?

Professionelle Gespräche können Fehlzeiten früher klären, arbeitsbezogene Belastungen sichtbar machen, Unterstützung aktivieren und Verbindlichkeit stärken. Der Krankenstand ist jedoch multikausal. Deshalb versprechen wir keine bestimmte Senkung durch das Training allein. Bei unklaren Ursachen sollte zunächst eine systematische Fehlzeitenanalyse erfolgen.

Was passiert nach dem Programm?

Nach dem Wirkungsabgleich empfehlen wir nur die Schritte, die zu Ihrer Situation passen: Praxis-Refreshs nach vier bis sechs Monaten, Vertiefung einzelner Gesprächssituationen, Qualifizierung weiterer Führungsebenen, Prüfung der Protokollqualität oder ein breiteres Programm zu gesunder Führung und präventivem Fehlzeitenmanagement.

Muss vorher ein vollständiges Fehlzeitenmanagement-Projekt stattfinden?

Nein. Wenn bereits klar ist, dass Gesprächsführung und ein einheitlicher Standard relevante Hebel sind, kann das Programm eigenständig gebucht werden. Sind Ursachen, Hotspots und Handlungsfelder noch unklar, ist die kennzahlenbasierte Fehlzeitenmanagement-Beratung der bessere erste Schritt.

Ihr passender Programmstart

Welche Führungsgruppen sollen sicherer mit Fehlzeiten umgehen?

Wählen Sie die Fokusthemen aus, die für Ihr Unternehmen relevant sind. Im Erstgespräch klären wir Zielgruppen, Standorte, bestehende Regelungen und den passenden Programmumfang.

  • zwei aufeinander aufbauende Hauptmodule
  • maximal zwölf Teilnehmende je Gruppe
  • Transferphase und individuelle Praxisfälle
  • arbeitsrechtliche Begleitung und Unterlagensichtung

Wenn zunächst eine Fehlzeitenanalyse oder ein anderer Harbinger-Hebel sinnvoller ist, sagen wir Ihnen das ebenfalls.

Welche Fokusthemen sind für Sie relevant?

Wie sieht Ihre Ausgangslage aus?

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