Leitfaden: Mitarbeiterführung während Corona – so ergreifen Sie als Führungskraft jetzt die richtigen Maßnahmen

Leitfaden: Mitarbeiterführung während Corona – so ergreifen Sie als Führungskraft jetzt die richtigen Maßnahmen

Die Corona Krise bedeutet eine immense Zunahme an Telearbeit, Homeoffice, Videokonferenzen und vor allem an einem: Verunsicherte Führungskräfte, wie Sie Ihre Teammitglieder in Zeiten von Fernarbeit effektiv führen.

Aus diesem Grund stellen wir Ihnen den „Leitfaden: Mitarbeiterführung während Corona“ zur Verfügung.

Inhalt

  1. Faktoren, die das Arbeiten im Homeoffice erschweren
  2. Maßnahmen zur Unterstützung Ihrer Mitarbeiter
  3. Fazit: So führen Sie mit emotionaler Intelligenz 

Leitfaden: Mitarbeiterführung während Corona

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Faktoren, die das Arbeiten im Homeoffice erschweren

Eine gute Strategie folgt normalerweise einem präventiven Ansatz, legt in diesem Fall Richtlinien fest, bietet Schulungen und Workshops zu effizienter Arbeit aus dem Homeoffice an und bereitet alle betroffenen Mitarbeiter auf diese Änderungen vor.

All das ist in einer schnelllebigen Krisenzeit wie dieser nicht möglich, ein Leadership Coaching zum Thema aufgrund von Kontaktbeschränkungen auf persönlicher Basis ausgeschlossen und die Flexibilität eines Unternehmens angemessen zu reagieren, wird zum Prüfstein und Sinnbild wie Corona Unternehmen verändern wird.

So neu wie das Coronavirus und seine Auswirkungen sind, so neu sind die Herausforderungen, denen Führungskräfte und ihre Mitarbeiter gegenüberstehen.

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Um einen Rückgang von Arbeitsleistung, Mitarbeiterengagement und Teamgefühl zu verhindern, denken Sie als Führungskraft zunächst über die Faktoren nach, die sich durch die Fern- und Telearbeit für Sie und Ihre Mitarbeiter ergeben:

Persönliche Interaktionen fehlen

Mitarbeiter, aber auch leitende Angestellte, äußern in diesen Zeiten Bedenken hinsichtlich des Mangels an persönlichen Gesprächen. Bei Führungskräften dreht sich diese Sorge darum, dass Sie einen Mangeln an Mitarbeiterproduktivität und Frequenz der Arbeit fürchten (auch wenn Studien der Havard Business School das Gegenteil andeuten) – Mitarbeiter hingegen klagen über die dezimierte Möglichkeit zu Kommunikation und an Unterstützung und in einigen Fällen über das Gefühl, der Anforderungen ohne Hilfe Ihrer Vorgesetzten nicht wie erwartet gerecht werden zu können.

Erschwerter Zugang zu Informationen

Die Antwort auf einfachste Fragen und Probleme erscheint im Homeoffice plötzlich weit entfernt, die Kollegen sind wortwörtlich nicht greifbar. Diese Herausforderungen betrifft dabei nicht nur technische Details, sondern ebenso den Austausch zwischenmenschlicher Informationen. Im Wissensmanagement, als einer der größten Trends der Arbeitswelt, klaffen noch größere Lücken, als Unternehmen auch vor Corona beklagten.

Soziale Isolation

Einsamkeit ist eine der häufigsten Beschwerden, Menschen vermissen einfach die informelle soziale Interaktion einer Büroumgebung.

Man nimmt an, dass extrovertierte Beschäftigte stärker unter diesem Phänomen leiden, wenn die Hürden wie in Zeiten von Corona gewachsen sind, um sich mit Kollegen auszutauschen. Es wird angenommen, dass Extrovertierte kurzfristig stärker unter Isolation leiden können, insbesondere wenn sie in ihrer Remote-Arbeitsumgebung keine Möglichkeit haben, sich mit anderen zu verbinden.

Als Führungskraft legen Sie das vielleicht unter persönlichem Pech Ihres Mitarbeiters ab, was ein kostspieliger Fehler in Bezug auf Engagement und im schlimmsten Fall die Fluktuationsrate Ihres Teams werden kann. Denn: Über einen längeren Zeitraum kann die Isolation dazu führen, dass sich ein Mitarbeiter weniger „zu seiner Organisation gehörig“ fühlt, und sogar zu einer verstärkten Absicht, das Unternehmen zu verlassen.

Ablenkungen zu Hause

Es liegt auf der Hand und gehört dennoch in diese Liste.

Wir alle kennen die Bilder der Telearbeit, in denen ein Mitarbeiter ein Kind hält, es auf dessen Laptop tippt oder der Angestellte vom Sofa aus arbeitet – eine groteske Vorstellung der Arbeit im Homeoffice, wenn man über Konzentration, Fokus oder zahlenträchtige Projekte nachdenkt, die keine Fehler erlauben.

Wir empfehlen Arbeitgebern deshalb sicherzustellen, dass ihre Mitarbeiter im Homeoffice sowohl über einen eigenen Arbeitsplatz als auch über eine angemessene Kinderbetreuung verfügen.

Als Führungskraft während Corona besteht aber natürlich eine große Wahrscheinlichkeit, dass Mitarbeiter mit suboptimalen Arbeitsbereichen und (im aktuellen Fall von Schließungen der Schulen und Kindertagesstätten) unerwarteten Elternpflichten zu kämpfen haben. Selbst unter normalen Umständen können familiäre und häusliche Anforderungen die Telearbeit beeinträchtigen, daher stellen Sie sich auf Führungskraft auf ein größeres Maß an Ablenkungen auf Mitarbeiterseite ein und zeigen Sie Verständnis.

Teamführung während Corona bedeutet, dass Sie Ihrem Team mit gutem Beispiel vorangehen und unterstützen, anstatt Fehler und Missstände zu suchen.

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Maßnahmen zur Unterstützung Ihrer Mitarbeiter

So sehr Remote-Arbeit mit Herausforderungen verbunden sein kann, es gibt auch relativ schnelle und kostengünstige Dinge, die Manager tun können, um den Übergang zu erleichtern.

1. Organisieren Sie strukturierte und tägliche Check-ins:

Als erfolgreicher „Remote-Manager“ führen täglich einen Anruf mit ihren Mitarbeitern, die im Homeoffice arbeiten.

Dies kann in Form einer Reihe von Einzelgesprächen erfolgen oder in Form eines Teamgesprächs, wenn ihre Arbeit sehr kollaborativ ist.

Wichtig dabei: Die Anrufe bzw. Check-Ins sollten regelmäßig sein. Ihre Mitarbeiter müssen sich darauf einstellen können und wissen, dass sie sich in jeder Situation mit Ihnen beraten können und dass ihre Bedenken und Fragen gehört werden.

2. Stellen Sie verschiedene Alternativen für die Kommunikation bereit:

E-Mail-Verkehr allein reicht nicht aus. Mitarbeiter im Homeoffice profitieren von einer „reichhaltigeren“ Technologie wie Videokonferenzen, die den Teilnehmern viele visuelle Hinweise gibt. Insbesondere für kleinere Gruppen ergeben sich dabei viele Vorteile: Sie unterstützen das Wissensmanagement im Team („geteiltes Wissen“) und tragen dazu bei, das Isolationsgefühl einzelner Mitarbeiter zu verringern.

Zudem sind Videogespräche besonders für komplexe oder sensible Gespräche nützlich, es fühlt sich für Ihre Beschäftigen einfach persönlicher an als schriftlich formuliert.

3. Priorisieren Sie einfache Kommunikation vor visuellen Details

Stellen Sie Ihren Mitarbeitern in Ihrer Führung in der Corona Krise individuelle Tools bereit (z. B. Slack, Zoom, Microsoft Teams usw.), die für einfachere, weniger formelle Konversationen sowie für zeitkritische Kommunikation verwendet werden können.

Wenn in Ihrem Unternehmen noch keine Technologie-Tools vorhanden sind, gibt es kostengünstige Möglichkeiten, um kurzfristig einfache Versionen dieser Tools für Ihr Team zu erhalten. Wenden Sie sich an die IT-Abteilung Ihres Unternehmens, um sicherzustellen, dass ein angemessenes Maß an Datensicherheit besteht, bevor Sie eines dieser Tools verwenden.

4. Legen Sie Regeln für das visuelle Arbeiten fest

Telearbeit wird effizienter und zufriedenstellender, wenn Führungskräfte Ihre Erwartungen an die Häufigkeit, die Mittel und den idealen Zeitpunkt der Kommunikation klar kommunizieren und für ihre Teams festlegen.

Beispiel: „Wir verwenden Videokonferenzen für tägliche Besprechungen, aber Slack, wenn etwas dringend ist."

Wenn Sie können, teilen Sie Ihren Mitarbeitern auch den besten Weg und die beste Zeit mit, um Sie während des Arbeitstages zu erreichen und stellen Sie damit sicher, dass Sie Führungsfehler während Corona vermeiden.

Es ist Ihr Job, voranzugehen, die Kommunikation zwischen den Teammitgliedern (soweit angemessen) zu beobachten, um sicherzustellen, dass sie bei Bedarf gefragte Informationen an Ihr Team weitergeben.

5. Möglichkeiten für soziale und virtuelle Interaktion bieten

Vergessen Sie die soziale Seite des Ganzen nicht, gerade jetzt sind Ihre Fähigkeiten als People Manager gefragt: Geben Sie Ihren Mitarbeitern Möglichkeiten, sozial zu interagieren und so informelle Gespräche über Themen außerhalb der Arbeit zu führen.

6. Bieten Sie Unterstützung und ermutigen Sie Ihre Mitarbeiter

Wenden Sie sich in der Zeit von Homeoffice und Videokonferenzen regelmäßig an Ihr Team, um zu erfahren, wo Ihre Beschäftigen mit Ihren Projekten stehen und wie die Stimmung ist. Hören Sie genau hin, was Ihre Mitarbeiter beschäftigt und stellen Sie offene Fragen wie: „Wie erfolgreich funktioniert die Arbeit von zuhause für Sie bisher?"

Lassen Sie den Stress oder die Sorgen des Mitarbeiters (und nicht Ihre eigenen) im Mittelpunkt eines solchen Gespräches stehen.

Fuehrungskraft nach corona

Fazit: So führen Sie mit emotionaler Intelligenz

Untersuchungen zu emotionaler Intelligenz und People Management zeigen, dass Mitarbeiter als erstes bei Ihren Managern nach Hinweisen suchen, wie sie auf plötzliche Veränderungen oder Krisensituationen reagieren sollen. Kommuniziert dieser Stress und Hilflosigkeit, hat das einen direkten negativen Effekt auf die Mitarbeiter des Teams.

Erfolgreiche Krisenmanager verfolgen stets einen zweigleisigen Ansatz:

Sie erkennen sowohl den Stress und die Angst Ihrer Mitarbeiter an, in dem Sie dies transparent formulieren und bekräftigen gleichzeitig ihr Vertrauen in die Teamstärke.

Neben diesem Leitfaden: Mitarbeiterführung während Corona erfahren Sie in unserem Corona-FAQ für Führungskräfte in Ergänzung zu diesem Text Antworten auf die wichtigsten Fragen während dieser außerordentlichen Zeit.

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